Abiturjahrgang unterstützt über Ex-Schüler Kinderheim in der Nähe von Accra

Warstein
Zwei Kulturen prallen in Ghana aufeinander
20.02.2016 | 05:34 Uhr

Rüthen. Danke Amigos! Der Abiturjahrgang ABios Amigos 2015 vom Friedrich-Spee-Gymnasium (FSG) Rüthen hat das restliche Geld aus seiner Stufenkasse, rund 1000 Euro, an ein Kinderheim im kleinen afrikanischen Dorf Damang in Ghana, gespendet. Dort befindet sich zurzeit Hauke Janowsky, der nach dem Abitur für ein Jahr im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) als Lehrer einer fünften Klasse in dem Kinderheim tätig ist. Das private Kinderheim versorgt etwa 30 Kinder, die zwischen drei und 13 Jahre alt sind, und liegt in der Nähe der ghanaischen Hauptstadt Accra.

Der 18- jährige Hauke und zwei weitere FSJ- Kolleginnen unterrichten die Kinder in allen Fächern wie zum Beispiel Mathematik oder „Staatsbürgerunterricht“. Dabei betreut das Kinderheim der „Weep Not Child Foundation“ nicht nur Voll- und Halbwaisen, sondern auch Kinder, die nur den Unterricht besuchen.

Hauke berichtet in seinem Blog regelmäßig über seine Erlebnisse und Erfahrungen in dem westafrikanischen Land. Der gebürtige Allagener spricht über das Aufeinanderprallen zweier völlig verschiedener Kulturen, den Umgang mit den Kindern, seine Erkundungstouren durch Ghana, bis hin zu neuen kulinarischen Erfahrungen.

Während seines zwölfmonatigen Aufenthaltes lebt er bei einer ghanaischen Gastfamilie, dessen Vater Ananas- und Papaya-Farmer ist. An seiner Arbeit in dem Kinderheim gefällt ihm besonders der Umgang mit den Kindern, die er direkt am Anfang ins Herz geschlossen hat und die ihn mit offenen Armen empfangen haben.

Ein Foto als Dank
Daher zeigte sich der ehemalige FSG-Schüler sehr dankbar über die Spendenbereitschaft seiner ehemaligen Stufe: „Mit den 1000 Euro, umgerechnet etwa 4000 ghanaische Cedi, wurde ein Teil der neuen Schlafräume, die Bead-Show und die Weihnachtsfeier finanziert. Bei der Bead-Show haben die Kinder aus Perlen Armbänder, Halsketten, Hüftbänder, Handtaschen, Ohrringe, Flip-Flops und vieles mehr gemacht, diese ausgestellt und Teile davon zum Zweck des Hauses verkauft.“ Die Kinder selbst bedankten sich mit einem Foto, auf dem sie selbst gebastelte „Medaase paa!“- Schilder, Ghanaisch für Danke, in die Höhe hielten.

Auch die Stufe ist sich sicher, mit Hauke die richtige Adresse gefunden zu haben und ist froh, dass mit ihrer Spende das Projekt so erfolgreich unterstützt werden konnte. Da das Kinderheim privat und nicht staatlich gefördert wird, ist jede Art von Spende ein Segen.

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40 Jahre aktiv für Ghana

Hamborner helfen 40 Jahre in afrikanischer Partnergemeinde

Hamborner helfen 40 Jahre in afrikanischer Partnergemeinde

Mit der Lieferung eines Unimogs nach Ghana begann die Hilfsaktion von St. Joseph/St. Johann vor 40 Jahren. Das Bild zeigt einen Teil der Jugendlichen der Gemeinde, die sich 1976 auf den Weg machten. Links sitzen einige der Autofahrer auf der Kühlerhaube des Unimogs.

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Mit der Lieferung eines Unimogs nach Ghana begann die Hilfsaktion von St. Joseph/St. Johann vor 40 Jahren. Das Bild zeigt einen Teil der Jugendlichen der Gemeinde, die sich 1976 auf den Weg machten. Links sitzen einige der Autofahrer auf der Kühlerhaube des Unimogs.Foto: Arbeitskreis Ghana
Alt-Hamborn/Bole.   Mit der Lieferung eines Unimogs begann das beispiellose Hilfsprojekt der Hamborner Gemeinden St. Joseph und St. Johann. Samstag startet Hungermarsch.

Als sich ein Dutzend junger Hamborner vor 40 Jahren auf den Weg nach Nord-Ghana machen, ahnt keiner, dass damit eine beispiellose Hilfsaktion beginnt. Jetzt feiert der Ghana-Arbeitskreis von St. Johann/Alt-Hamborn das runde Jubiläum.

Am 4. März 1976 starten zwölf junge Leute mit einen Unimog und einem Volkswagen-Transporter von Hamborn aus in Richtung Afrika. Ihr Ziel: Die Partnergemeinde Bole in Nordwest-Ghana. „Dort wurde dringend ein geländetaugliches Fahrzeug benötigt“, berichtet Thomas Hellbach vom Arbeitskreis.

Ohne den Wagen wären die dortigen Helfer einer Missionsstation nicht mobil gewesen – und der Transport von Baumaterial hätte ewig lange gedauert. Also riefen die Hamborner in ihrer Heimat diverse Geldsammel-Aktionen ins Leben (Kellerentrümplungen, Altpapiersammlungen, und den ersten Hungermarsch), um das Fahrzeug kaufen zu können. Es dauerte nicht lange, und die benötigten 50 000 Mark waren in der Kasse.

HILFSAKTION
19. Hungermarsch
Mit dem 19. Hungermarsch am kommenden Samstag, 5. März, will der Ghana-Arbeitskreis erneut Geld für ein Hilfsprojekt sammeln. Unterstützt wird der Bau einer Schule in Bole.
Der Spendenmarsch startet um 10 Uhr an der Hamborner Abteikirche, An der Abtei. Andreas Hoepken wird die etwa 100 Teilnehmer zum Kloster Angermund führen (28,5 Kilometer). Dort warten Busse, die die „Pilger“ zurück nach Duisburg bringen.
Teilnahmekarten gibt es noch in der Hamborner Bücherei Lesezeichen, Emscherstraße 213 und bei Schuh- und Orthopädietechnik Schmenk am Hamborner Altmarkt.
Von St. Johann aus fuhren die wagemutigen Hamborner nach Marseille. Schifften nach Algier ein – und dachten, schnurstracks durch Mali nach Ghana zu gelangen. Ein Irrtum, wie der damalige Expeditions-Teilnehmer Clemens Schuhmacher in einem „Fahrtbericht“ festhielt. Die jungen Leute steckten gleich nach der Ankunft in Algerien in Schwierigkeiten. Der Wagen kam nicht pünktlich an, mit den Papieren waren die Zöllner nicht zufrieden, Einreisestempel in den Pässen fehlten – kurzum: Keiner glaubte, dass die Aktion ein Erfolg würde. Und doch klappte am Ende alles: Am 30. März, nach 26 Tagen und 7441 Kilometern durch Wüsten, übers Gebirge und über furchtbare Pisten, kamen sie in der Partnerstadt an.

Halbe Million Euro gespendet
Mehrere Fahrzeuge finanzierten die Hamborner inzwischen. Außerdem eine rollende Klinik, ein Trinkwasserprojekt, eine Schlosserei, eine Kirche, eine Mango- und Cashew-Plantage, eine Missionsstation und eine Nähwerkstatt für Mädchen. Außerdem schafften sie eine Maschine an, mit der eine kartoffelähnliche Frucht zur längeren Haltbarkeit getrocknet werden kann. Und gerade läuft ein Schulprojekt. Insgesamt kosteten die Projekte bislang mehr als eine halbe Million Euro – gespendet von Hambornern.

Spendenkonto: Volksbank Rhein-Ruhr, IBAN: DE17 3506 0386 5111 1301 00.

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Hungermarsch für Berufsausbildung in Ghana

Duisburg

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„Hungermarsch“ für Hamborner Ghana-Hilfe
Duisburg. Das Schulprojekt in Bole (Ghana), das seit 40 Jahren von der Pfarrgemeinde St. Johann und dem Abtei-Gymnasium unterstützt wird, bildet neben Maurern und Schreinern inzwischen auch Elektriker aus. Bruder Anacletus, der Schulleiter vom Orden der FIC-Brothers (Father of the Immaculate Conception) ist stolz auf die geleistete Arbeit und die stetig wachsende Entwicklung. Insgesamt gehen zurzeit 72 Schüler, davon drei Mädchen, hier in die Lehre, um sich anschließend selbstständig zu machen oder um sogar zu studieren. Am Beispiel der Berufsschule in Bole lässt sich sehr schön zeigen, wie dem Flüchtlingsstrom aus Afrika nach Europa sinnvoll zu begegnen ist: Jede abgeschlossene Ausbildung garantiert eine gute Existenz, so dass an ein illegales Auswandern über das Mittelmeer nach Europa nicht zu denken ist.

Um das Ghana-Projekt weiter voranzutreiben wird am 5. März zum 19. „Hungermarsch“, dem wohl ältesten Sponsorenlauf Duisburgs eingeladen. Seit 1979 findet dieser „Hungermrsch“ alle zwei Jahre statt. Der rund 28 Kilometer lange Marsch startet um 10 Uhr an der Abteikirche Hamborn.

Weitere Informationen beim GHANA-Arbeitskreis „GAK“ unter http://www.ghanaaktion.de“ oder facebook: ghanaaktion.de.

Quelle: RP

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/hungermarsch-fuer-hamborner-ghana-hilfe-aid-1.5804777