Tausende Kinder atmen auf Elektromüllhalden in Afrika giftige Gase ein – In Ghana und Nigeria werden demnach Afrikas größte Halden für illegal verbrachten Müll unterhalten, gefolgt von der Elfenbeinküste und der Demokratischen Republik Kongo: Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) im April: „Die meisten bei uns in Europa ausrangierten Elektronikgeräte kommen hierher – auch aus Deutschland, legal und illegal.” Bis zu 20 000 Kinder sollen auf Halden wie jener bei Accra arbeiten und aus Elektroschrott seltene Metalle und andere wiederverwertbare Bestandteile herausholen und dabei giftigen Dämpfen ausgesetzt sein.

UN fordern Kampf gegen illegalen Elektroschrott

12.05.2015 Tausende Kinder atmen auf Elektromüllhalden in Afrika giftige Gase ein. Kriminelle Geschäftemacher verdienen an den Abfällen Milliarden. UN-Experten fordern mehr Maßnahmen gegen illegale Müllexporte.

Männer arbeiten am Stadtrand von Accra, der Hauptstadt von Ghana, auf einer Müllhalde aus Elektroschrott. Foto: Kay Nietfeld/ArchivMänner arbeiten am Stadtrand von Accra, der Hauptstadt von Ghana, auf einer Müllhalde aus Elektroschrott.Foto: Kay Nietfeld/Archiv
Genf. Mit der illegalen Entsorgung von Elektroschrott vor allem in Afrika und Asien werden nach UN-Angaben weltweit immer größere Geschäfte gemacht.

Auf bis zu 19 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) pro Jahr schätzt das UN-Umweltprogramm (Unep) den Wertumfang der Verschiffung und Ausschlachtung von ausgedienten Computern, Fernsehern, Handys oder anderen Elektronikprodukten unter Umgehung bestehender Vorschriften.

„Bis zu 90 Prozent des jährlichen weltweiten Elektromülls werden illegal gehandelt oder entsorgt”, klagt Unep in einem in Genf veröffentlichten Bericht. Zugleich werde der „globale Müllberg” immer größer: Spätestens bis 2017 dürfte nach Unep-Schätzungen die von der Elektronik-Industrie jährlich verursachte Müllmenge von derzeit 41 Millionen auf rund 50 Millionen Tonnen anwachsen.

„Wir sind konfrontiert mit der Entstehung eines beispiellosen Tsunamis aus Elektroschrotts”, erklärte Unep-Direktor Achim Steiner zur Veröffentlichung des Berichts „Waste Crimes, Waste Risks” („Müll-Verbrechen, Müll-Gefahren”). „Das ist nicht einfach nur ein großer Teil des nicht recycelbaren Müllbergs der Welt, sondern birgt wegen der giftigen Bestandteile auch Gefahren für die Gesundheit und die Umwelt.”

Die Hauptziele für legale wie auch illegale Exporte von Elektroschrott sind Unep zufolge Länder in Afrika und Asien. In Ghana und Nigeria werden demnach Afrikas größte Halden für illegal verbrachten Müll unterhalten, gefolgt von der Elfenbeinküste und der Demokratischen Republik Kongo. In Asien werde „E-Waste” unter anderem in China, Indien, Pakistan und Bangladesch auf oft illegale Weise entsorgt.

Erst kürzlich hatte sich auch die Bundesregierung mit dem Problem der Elektroschrott-Entsorgung befasst. Bei der Besichtigung einer der weltweit größten Elektro-Müllhalden am Rande der ghanaischen Hauptstadt Accra sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) im April: „Die meisten bei uns in Europa ausrangierten Elektronikgeräte kommen hierher – auch aus Deutschland, legal und illegal.”

Bis zu 20 000 Kinder sollen auf Halden wie jener bei Accra arbeiten und aus Elektroschrott seltene Metalle und andere wiederverwertbare Bestandteile herausholen und dabei giftigen Dämpfen ausgesetzt sein. Müller rief zur Schließung etwaiger Schlupflöcher bei der Entsorgung durch die Elektronik-Industrie auf.

In dem Unep-Bericht heißt es, der Export giftiger Abfälle aus EU-Staaten in Entwicklungsländer sei zwar untersagt, jedoch gebe es immer wieder Betrugsfälle. So würden Tausende Tonnen an gefährlichem Elektronikschrott bei der Ausfuhr falsch deklariert und zum Beispiel Batterien als Plastik- oder Mischmetallmüll exportiert.

Die UN-Organisation appellierte an alle Staaten, die Einhaltung von Verboten zu erzwingen. Dazu seien strengere Kontrollen erforderlich. Auch Regelungen zur kostenlosen Rückgabe von Alt-Elektronik an zur legalen Entsorgung verpflichtete Händler und Hersteller könnten helfen, Gefahren durch Elektroschrott zu reduzieren.

http://www.fnp.de/nachrichten/panorama/UN-nbsp-fordern-Kampf-gegen-illegalen-Elektroschrott;art46558,1397817

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„Eure alten Computer vergiften hier unsere Kinder“, so der ghanaische Öko-Aktivist Mike Anane. Die reichen Länderentsorgen viel von ihrem giftigen Elektroschrott billiger in Ländern wie Ghana: Agbogbloshie ist ein Slum am Rande der Hauptstadt Accra in Ghana. Noch vor 15 Jahren war dort eine grüne Lagune. Heute leben die Menschen dort auf einer meterhohen Lage Elektro- und Plastikschrott. Messungen haben ergeben, dass die Schadstoffbelastung in Luft und Boden die zulässigen Grenzwerte um das 50-fache überschreitet. Es ist das andere Ende unserer Sucht nach modernster Elektronik.

© dpaLupe
Menschenunwürdige Bedingungen: Kinder suchen nach Aluminium, Kupfer oder Eisen auf der Müllhalde von Agbogbloshie/Accra. (Uniceffoto 2011)
Afrikas giftigste Müllhalde
Der Handel mit Elektroschrott in Ghana
Video:
https://www.youtube.com/watch?v=qqYDWbVg2yw

Elektroschrott: Von Bayern nach Ghana – unser Schrott für Afrika | Kontrovers

Kontrovers im Internet unter: http://www.br.de/kontrovers
Der achtjährige Kofi arbeitet auf der größten Müllkippe Afrikas. Inmitten giftiger Dämpfe sammelt er Metall, um ein paar Euro für die Familie zu verdienen. Der Elektroschrott, der Kofis Gesundheit gefährdet, stammt auch aus Bayern.
https://www.youtube.com/watch?v=XUrvRs_fW94

Toxic City Deutscher Giftschrott für Ghana

„Eure alten Computer vergiften hier unsere Kinder“, so der ghanaische Öko-Aktivist Mike Anane. Toxic City wird Agbogbloshie, ein Stadtteil der Hauptstadt Ghanas, deshalb mittlerweile auch genannt. Es ist ein schmutziges Geschäft – in jeder Hinsicht. Europäische Reeder verschiffen Abfälle nach Afrika, wo die Fracht illegal entsorgt wird. Giftige Schwermetalle verseuchen die Menschen, die Böden, die Flüsse und die Fische – und die Händler verdienen dabei ein Vermögen. Ein Großteil des Elektroschrotts kommt aus Deutschland.
https://www.youtube.com/watch?v=SSzhizCy5XU

Giftige Geschäfte Der Elektromüll Skandal

https://www.youtube.com/watch?v=87D2uagjVPg
Jedes Jahr fallen in Deutschland geschätzte zwei Millionen Tonnen Elektroschrott an. Längst nicht alles wird ordnungsgemäß recycelt, sondern nach Afrika verschifft. Das ist verboten, weil die Geräte giftige Stoffe wie Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber enthalten. Die Reportage verfolgt zwei ausgediente Fernsehgeräte von Norddeutschland bis nach Westafrika.
Mehr Journal Reporter:http://www.dw.com/de/programm/dw-nachrichten/s-3230-9801
https://www.youtube.com/watch?v=tga1xz3n74c
Agbogbloshie ist ein Slum am Rande der Hauptstadt Accra in Ghana. Noch vor 15 Jahren war dort eine grüne Lagune. Heute leben die Menschen dort auf einer meterhohen Lage Elektro- und Plastikschrott. Messungen haben ergeben, dass die Schadstoffbelastung in Luft und Boden die zulässigen Grenzwerte um das 50-fache überschreitet. Es ist das andere Ende unserer Sucht nach modernster Elektronik.
50 Millionen Tonnen Elektroschrott entstehen jedes Jahr weltweit. Zwei Drittel davon wird in Entwicklungsländer exportiert. Täglich kommen Container aus aller Welt in Ghanas Tiefseehafen Tema an. Sie sind voll mit Computern, Fernsehern oder Kühlschränken, die als gebrauchsfähige Secondhandware deklariert sind. Ein großer Teil davon ist jedoch Schrott, der exportiert wurde, um die teure Entsorgung im Ursprungsland zu umgehen.
Tausende Ghanaer, darunter viele Kinder, schlachten die alten Geräte aus. Sie durchsuchen die giftigste Müllhalde Afrikas nach Resten und leben von dem Geld, was sie für die Rohstoffe bekommen. Das Aluminium eines Monitorrahmens ist nur ein paar Cent wert, das Kupfer der Kabel, herausgelöst in giftigen Feuern bringt etwa 50 Cent. Für einen halben Beutel Eisen bekommen die Kinder knapp einen Euro. In Ghana ist Schulpflicht, doch nur wenige der Kinder gehen zur Schule. Keines von ihnen hat selbst einen Fernseher zuhause, geschweige denn einen Computer. Eltern und Kindern bleibt jedoch oft keine Wahl, denn sie brauchen das Geld dringend zum Leben.
Deutschland hat Anteil an der Misere

Ein Großteil des Elektroschrotts stammt aus Deutschland. Dabei hat Deutschland die Basel-Konvention unterzeichnet, die den Export von gefährlichem Abfall verbietet. Elektroschrott ist gefährlicher Abfall, der Deutschland nicht verlassen sollte. Mike Anane ist Journalist und Umweltschützer. Er sagt: „Jeden Tag, an dem ich am Hafen bin, sehe ich Container voller Dreck, Elektroschrott und Müll, die aus den Industriestaaten kommen. Die sollten in den Staaten Europas recycelt oder entsorgt werden, aus denen sie kommen. Aber stattdessen, werden sie auf Schiffe verladen und kommen nach Ghana.“

In Accra kosten gebrauchte Fernseher zwischen 30 und 50 Euro. Thomas handelt mit solchen Geräten. Er hat einen deutschen Pass und importiert Ware von Großhändlern aus Deutschland. Er kauft containerweise ein, knapp 1000 Fernseher pro Lieferung, und sagt: „Es gibt viele arme Leute hier in Ghana, die wollen auch fernsehen. Für die holen wir die Schrottware von Europa nach Afrika.“ Wie viele Apparate funktionieren, weiß er vorher nie. Meist muss er über 80 Prozent wegschmeißen.
Ein kaum zu durchbrechender Teufelskreis

Und so kommen jeden Tag Männer mit Karren, um den Händlern für ein paar Cent die unverkäuflichen Geräte abzunehmen und nach Agbogbloshie zu transportieren. Durch das ehemalige Marktviertel zieht inzwischen überall schwarzer Qualm. Und jeden Tag müssen Kinder dort arbeiten, Metall sammeln und zu den Händlern bringen. Die verkaufen wiederum alles an Großhändler, die die Rohstoffe zurück in die Industriestaaten exportieren.

Kupfer und Aluminium sind begehrte Industrierohstoffe. Solange die Weltmarktpreise hoch bleiben und der Elektroschrott einfach exportiert werden kann, wird sich nichts ändern. Doch auch wenn das Geschäft eines Tages unterbunden wird, bedeutet das nicht unbedingt eine Verbesserung für die Betroffenen. Im Gegenteil: Vermutlich werden diese Menschen arbeitslos und noch ärmer. Denn es fehlt eine Alternative zu ihrem giftigen Arbeitsplatz.
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/160141/index.html

Elektroschrott in Afrika

April 2013

Das zerstörerische Ende unserer Computer, Fernseher und Kühlschränke
Europäischer Elektroschrott gelangt immer noch nach Afrika und bringt afrikanische Kinder und Jugendliche in Lebensgefahr.

Laut einer aktuellen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO besteht der weltweit am schnellsten wachsende „Müllberg“ aus Elektroartikeln, er vergrößere sich jährlich um 4 %. Schätzungen zufolge sind es über 41 Mio. Tonnen, die pro Jahr anfallen. MitarbeiterInnen der entwicklungspolitischen Organisation Südwind waren bereits zum dritten Mal in den letzten drei Jahren auf einer der größten afrikanischen Elektromüllhalden in Ghanas Hauptstadt Accra. Sie bestätigen den Verdacht der ILO, dass ein Großteil der in Industrieländern zum Recycling anfallenden Elektroaltgeräte, als funktionierende „Second-Hand-Ware deklariert, in Entwicklungsländer verschifft wird und dort großen Schaden anrichtet.

Mittlerweile sind es schon an die 7000 Kinder und Jugendliche, die tagtäglich auf die Elektromüllhalde kommen und Altgeräte verbrennen, um an die Kupferkabel zu kommen. Für eine Tagesausbeute von ½ Kilo Kabel bekommen sie 1 Euro. „Die Luft ist verpestet und macht das Atmen schwer, der Boden voller scharfer Splitter und Gift – es ist nach wie vor apokalyptisch.“ zeigt sich Christina Schröder nach ihrem letzten Lokalaugenschein schockiert: „Jeden Tag kommen mehr Kühlschränke, Fernseher und Computer, zum Teil sogar mit Inventarschildern versehen, die ihre Herkunft aus Europa bestätigen. Hier bringen sie ghanaische Kinder und Jugendliche um ihre Gesundheit“. Haut- oder Lungenkrankheiten, an denen die meisten früher oder später erkranken, bleiben unbehandelt, da die Kinder und Jugendlichen nicht versichert sind und oft auch ohne ihre Eltern leben – zumeist gleich neben der Müllhalde in einem Slum namens „Sodom and Gomorrah“. Einer von ihnen ist der 12-jährige Faruk: „Ich habe ständig Kopfweh, brennende Augen, Husten und Brennen in den Atemwegen. Wenn ich es nicht mehr aushalte, kaufe ich mir von meiner Ausbeute Schmerztabletten. Die werden hier auf der Deponie gehandelt“, erzählte er den Südwind-MitarbeiterInnen.

„Es ist skandalös, was unser Wohlstandsmüll in Afrika anrichtet und nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch kriminell.“ empört sich auch Ines Zanella von Südwind. Auf internationaler Ebene kontrolliert das so genannte Basler Übereinkommen grenzüberschreitende Transporte von Elektromüll. In Europa ist zudem 2006 die WEEE-Richtlinie in Kraft getreten, die den Export von Elektromüll in Länder außerhalb der OECD verbietet und die Sammel- und Verwertungssysteme für Recycling vorsieht. Finanziert werden sollen diese dabei laut Richtlinie von den Herstellern der Geräte. Nur funktionierende Altgeräte dürfen als Second-Hand-Ware weitergegeben und aus Europa ausgeführt werden. Tatsächlich wird aber auch immer wieder Müll als funktionierende Gebrauchtware deklariert und so illegal ausgeführt.

Das Secretariat of the Basel Convention identifiziert in einer Studie als einen signifikanten Weg für die informelle Entsorgung von Elektromüll die Elektrohändler, die Geräte zurücknehmen. Diese geben, sofern sie nicht gebührenfreie öffentliche Sammelsysteme benützen können, ihre gebrauchten und kaputten Geräte an Zwischenhändler weiter, um deren “Entsorgung” zu organisieren. „Es kann angenommen werden, dass die Händler bald die Spur der von ihnen weitergegebenen Geräte verlieren, auch wenn sie laut WEEE-Richtlinie die Verantwortung für die Entsorgung tragen.“ so Zanella nach ausführlichen Recherchen und erklärt weiter: „Der Handel mit Gebrauchtgeräten und Elektroschrott ist offenbar finanziell lukrativer als Recycling und wegen lückenhafter Kontrollsysteme in großem Ausmaß möglich“.

Nachfragen bei österreichischen Elektrohändlern bestätigten dieses Bild: Nur ein Unternehmen arbeitet mit einem zertifizierten Recyclingunternehmen zusammen. Kleinere Elektrohändler organisieren die Entsorgung selbst. Ein Computerhändler gab an, die Entsorgung der Altware durch ein weltweit agierendes Speditionsunternehmen abwickeln zu lassen. Andere Händler reagierten gar nicht auf Nachfragen – ebenso wie OnlineankäuferInnen von Elektrogeräten.

„Die Wege des Elektromülls nach Afrika sind vollkommen intransparent und werden wohl aus guten Gründen verborgen gehalten. Offensichtlich sind aber die Berge an Elektromüll, die sich dort anhäufen – deswegen müssen Regierungen, Hersteller und Handel zusammenarbeiten, um diese illegalen Exporte zu stoppen“ fordert Zanella.
Jenen, die zu einer Besserung der Missstände beitragen wollen, rät Südwind alte Elektrogeräte zu entsprechenden Sammelstellen der Gemeinden oder zu einem „ReUse“-Zentrum bringen, das für Reparatur und Wiederverwendung in Österreich sorgt.
Hintergrundinformationen zum Downloaden

http://www.suedwind-agentur.at/start.asp?ID=255554

Studie: Ghana: Vom bitteren Kakao zur süßen Schokolade
Der lange Weg von der Hand in den Mund

Film:

 

Inhalt:

Einführung 2 Ghana: Vom bitteren Kakao zur süßen Schokolade Der lange Weg von der Hand in den Mund 3 Inhalt Einführung 3 1. Ökonomische und soziale Rahmenbedingungen des Kakaoanbaus 4 1.1 „Hoffnungsträger“ Westafrikas 4 1.2 Wirtschaftliche und soziale Situation 6 2. Der Weltmarkt für Kakao und Schokolade 8 2.1 Anspruchsvoller Anbau und Ernteprozess 8 2.2 Afrikanische Kleinbauern dominieren den Anbau 9 2.3 Wenige Firmen beherrschen den Markt 11 2.4 Extrem schwankender Weltmarktpreis 11 2.5 Deutschlands Rolle auf dem Weltmarkt 14 3. Entwicklung und Struktur des Kakaoanbaus in Ghana 16 3.1 Das Rückgrat des Agrarsektors 16 3.2 Schmuggel verzerrt Statistiken 17 3.3 Staatliche Lenkung: das COCOBOD 18 3.3.1 Entstehung 18 3.3.2 Reformen 19 3.3.3 Heutige Struktur 19 3.4 Anteil der Bauern am Weltmarktpreis 22 4. Die soziale Situation der Bauern 24 4.1 Farmbetreiber 24 4.2 Einkommen der Familien 25 4.3 Situation der Frauen 26 4.4 Situation der Kinder 28 5. Aktivitäten der Unternehmen und ihrer Verbände 32 5.1 Harkin-Engel-Protokoll, ICI und WCF 32 5.2 Aktivitäten der Kakaoverarbeiter und Schokoladenhersteller 34 5.3 Die Rolle des Einzelhandels 36 6. Unsichere Perspektiven 39 7. Handlungsempfehlungen für staatliche und privatwirtschaftliche Akteure 41

 

Dieses Lied kann unterschiedlich interpretiert werden: Es zeigt die Hoffnung, dass Kakao für die Erfüllung der Wünsche der Zukunft sorgt. Doch diese Hoffnung kann auch als Abhängigkeit verstanden werden, da ausschließlich von Kakao als einziger Möglichkeit zum bescheidenen Wohlstand die Rede ist. Fest steht, dass die Bedeutung des Kakaoanbaus für die ländliche Bevölkerung, die mehr als die Hälfte der Einwohner Ghanas ausmacht, kaum unterschätzt werden kann. Schätzungen zufolge bauen bis zu einer Million Kleinbauern Kakao an. Verbesserungen im Kakaobereich haben somit eine große Bedeutung für die Reduzierung der Armut vieler Menschen. Für die ghanaische Regierung ist der Kakaoexport eine wichtige Quelle von Deviseneinnahmen und Steuern. Ghana ist der zweitgrößte Produzent von Kakaobohnen weltweit und für die gute Qualität seiner Ernte bekannt. Doch die Hoffnungen der Kakaoanbauer wurden in den Jahrzehnten, seit das Lied verfasst wurde, oft enttäuscht: Stark schwankende Weltmarktpreise, politische Krisen, von Schädlingen dezimierte Ernten, verheerende Feuer etc. Die Liste der Probleme, denen sich die Bauern gegenüber sehen, ist lang. Erst in den letzten Jahren ging es wieder aufwärts im Kakaosektor. Es gibt jedoch weiterhin große soziale Probleme in den Anbaugebieten, viele Bauern leben unter der Armutsgrenze und Kinderarbeit ist weit verbreitet. Die ghanaische Regierung möchte die Situation der Bauern verbessern. Eine wichtige Rolle dabei spielt das COCOBOD, eine staatliche Einrichtung, die den gesamten heimischen Kakaomarkt kontrolliert. Diese Kontrolle beschränkt sich allerdings auf den heimischen Markt des Rohstoffes Kakao. Auf den Weltmarkt hat Ghana keinen Einfl uss. Daher kommt Unternehmen, Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und der Politik in den Importländern von Kakao, darunter Deutschland, eine Schlüsselrolle beim Versuch zu, Missstände in Ghanas Kakaosektor zu beenden. Es ist kein Zufall, dass die vorliegende Studie Teil eines von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NordrheinWestfalen geförderten Projektes ist. Viele Kakaoverarbeiter, Schokoladenhersteller und Einzelhandelsunternehmen produzieren in Nordrhein-Westfalen oder haben dort ihren Sitz. Dieses Bundesland hat seit 2007 eine Partnerschaft mit Ghana. In der Partnerschaftsarbeit spielt die Verknüpfung zwischen den Kakaoanbauern einerseits und den deutschen Unternehmen der Kakaobranche sowie den hiesigen Konsumentinnen und Konsumenten von Schokolade bislang noch keine größere Rolle. Die vorliegende Studie möchte dazu beitragen, das zu ändern.

hier zu lesen:

http://www.suedwind-institut.de/fileadmin/fuerSuedwind/Publikationen/2011/2011-4_Ghana_Vom_bitteren_Kakao.pdf

Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten
Die Wertschöpfungskette von Schokolade

Die Zeilen des Liedes belegen, dass Bauern noch vor wenigen Jahrzehnten mit dem Anbau des Rohstoffes für die in den Industrieländern so beliebte Schokolade ein Einkommen verbanden, das ihnen ein besseres Leben ermöglichte. Zeitweise haben auch die Regierungen der Anbauländer durch hohe Export- und Steuereinnahmen von Kakao profi tiert. Heutzutage würde in den Anbauländern niemand mehr davon sprechen, dass Bauern durch den Anbau von Kakao wohlhabend werden. Im Gegenteil: Seit vielen Jahren sorgt Kakao für negative Schlagzeilen. In den Presseberichten ist häufi g von sehr schlechten Lebensbedingungen in den Anbaugebieten von Kakao die Rede, Dokumentarfi lme und Studien belegen Kinderarbeit und selbst den Handel mit Kindersklaven, die auf den Plantagen arbeiten müssen. Im Mittelpunkt der Berichte steht Westafrika, von wo Deutschland den größten Teil des wichtigsten Rohstoffes für Schokolade bezieht. Daher geraten auch die Hersteller der Schokolade in die Kritik. Sie sollen, so die häufi g gestellte Forderung, Verantwortung für ihre Zulieferer übernehmen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen garantieren. Mit der Frage nach der Verantwortung von Unternehmen für die Beseitigung von Missständen sieht sich nicht nur die Kakao- und Schokoladenindustrie konfrontiert. John Ruggie, ein vom Generalsekretär der Vereinten Nationen eingesetzter Sonderbeauftragter für Wirtschaft und Menschenrechte, sieht an erster Stelle die Regierungen in der Pfl icht, die Einhaltung der Menschenrechte in der Wirtschaft durchzusetzen. Geschieht dies nicht, tragen seiner Meinung nach Unternehmen eine Verantwortung für die Zustände in der eigenen Produktion sowie bei den Zulieferern: Ruggie verlangt, dass die Unternehmen unabhängig vom Verhalten der Regierungen die Abschaffung der Kinderarbeit, der Sklaverei und der Zwangsarbeit sowie das Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung durchsetzen. Über die Arbeitsrechte hinaus betont er insbesondere das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, Bildung und soziale Sicherheit. Er verweist außerdem ausdrücklich darauf, dass Unternehmen Verstöße gegen grundlegende Menschenrechte in einigen Geschäftsbereichen nicht durch gute Taten in anderen Geschäftsbereichen kompensieren können. Ein zentraler Begriff in der Argumentation von Ruggie ist die Sorgfaltspfl icht („due diligence“): Er verlangt, dass Unternehmen in ihrer täglichen Geschäftspraxis sicherstellen, dass sie in allen Geschäftsabläufen nationale Gesetze und grundsätzliche Menschenrechte einhalten. Opfern von Menschenrechtsverletzungen soll der Zugang zu Rechtsmitteln und Wiedergutmachung erleichtert werden (UN 2008, 2009, 2010, 2011). Um herauszufi nden, wer im Kakaosektor Verantwortung für Missstände übernehmen sollte, muss mehr über die Wertschöpfungskette der Schokolade bekannt sein. Diese führt von den Bauern über die Verarbeiter des Kakaos, die Hersteller der Schokoladenprodukte und die Supermärkte bis hin zu den Konsumentinnen und Konsumenten der Schokolade. Bei der Analyse zeigt sich, dass in den verschiedenen Produktionsstufen der Schokolade unterschiedliche Instanzen für die Behebung mitverantwortlich sind. Letztendlich werden alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten müssen, um die Situation der Bauern zu verbessern. Aufgrund ihrer Machtpositionen kommt allerdings den Unternehmen in den Verbraucherländern eine große Verantwortung zu. Dies gilt insbesondere für die in Deutschland operierenden Anbieter, die den weltweit zweitgrößten Schokoladenmarkt versorgen und darüber hinaus noch große Mengen ihrer Erzeugnisse exportieren

http://www.suedwind-institut.de/fileadmin/fuerSuedwind/Publikationen/2012/2012-18_Vom_Kakaobaum_zum_Konsumenten._Die_Wertschoepfungskette_von_Schokolade_download.pdf

Ghana – Ein Land lebt vom Kakao

Ghana liegt in Westafrika am Golf von Guinea und grenzt an die Nachbarländer Elfenbeinküste, Burkina Faso und Togo. Das tropische Klima eignet sich ideal für den Anbau von Kakao, der eine wesentliche Rolle für die Wirtschaft des Landes spielt. Mit einer Produktion von etwa 850.000 Tonnen Kakao pro Jahr, ist Ghana weltweit der zweitgrößte Produzent. Etwa eine Millionen Kleinbauern und -bäuerinnen bauen Kakao an. Eine Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kakaobauern kann somit wesentlich zur Bekämpfung von Hunger und Armut in Ghana beitragen. Politische Situation in Ghana ist stabil Ghana gilt heute als politisch stabiles und demokratisches Land. Im Jahr 2008 gab es faire und freie Parlamentsund Präsidentschaftswahlen, die John Atta Mills gewann. Auch die Wahl des derzeitigen Präsidenten John Dramani Mahama Ende 2012 ging rechtmäßig vonstatten. Die Anzahl von Nichtregierungsorganisationen hat in den vergangenen Jahren zugenommen, wobei Kakaobauern kaum organisiert sind, um für ihre Rechte einzutreten. Zudem gibt es eine weitestgehend freie Presse. Beim aktuellen Korruptionsindex von Transparency International liegt Ghana auf Platz 64 und damit im Vergleich mit anderen afrikanischen Ländern relativ weit vorne. Armut auf dem Land ist nach wie vor hoch Anfang der 1990er Jahre leitete die damalige Regierung einen umfassenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reformprozess ein. Das Land erfuhr einen Aufschwung: Allein zwischen 1998 und 2008 wuchs das Bruttoinlandsprodukt durchschnittlich um mehr als 5 %, wobei das Pro-Kopf-Einkommen jährlich um 2,9 % zunahm. Die Wirtschaftskrise führte zwar in den Jahren 2009 und 2010 zu geringeren Wachstumsraten, doch hat sich die ökonomische Situation wieder stabilisieren können. 2008 hatten 53,6 % der Bevölkerung weniger als 2 US-Dollar am Tag zur Verfügung und 30 % sogar weniger als 1,25 USDollar. Dabei besteht eine große Schere zwischen ländlicher und städtischer Bevölkerung. So profitieren die Menschen, die in den Städten oder in exportorientierten Sektoren arbeiten, stärker von den ökonomischen Erfolgen. Wesentlich geringer ist die Teilnahme am Wirtschaftswachstum der Menschen in ländlichen Gebieten und in den Zweigen, die vor allem für den Binnenmarkt produzieren. So liegt in einigen ländlichen Regionen die Rate der Menschen, die unter extremer Armut leiden, bei über 60 %. Das Land steht somit weiterhin vor gewaltigen Herausforderungen: Der „Menschliche Entwicklungsindex“ (Human Development Index – HDI), der hauptsächlich aus dem Pro-Kopf-Einkommen, der Lebenserwartung und dem Bildungsstand der Bevölkerung berechnet wird, platziert Ghana auf Rang 135 von 186 erfassten Staaten (2013).

Zahlen & Fakten Offizieller Name Republik Ghana Unabhängigkeit 06.03.1957 Lage Westafrika Nachbarländer Elfenbeinküste, Burkina Faso, Togo Amtssprache Englisch Währung Cedi Hauptstadt Accra Fläche 238.537 km² Einwohnerzahl 25,37 Mio Lebenserwartung (2012) 61 Jahre Bruttoinlandsprodukt (2012) 40,71 Mrd. US-Dollar Wirtschaftswachstum (2012) 7,9 % Anzahl Kakaobauern circa 1 Millionen [Hintergrund: Ghana und Kakao] INKOTA-netzwerk e.V., Chrysanthemenstraße 1-3, D-10407 Berlin Tel.: 030-420 820 2-0, Fax: 030-420 820 2-10, E-Mail: inkota@inkota.de [www.inkota.de]

Kakao als das Rückgrat der ghanaischen Landwirtschaft

Für die ländliche Bevölkerung Ghanas, die mehr als die Hälfte der Einwohner des Landes ausmacht, trägt der Anbau und Handel von Kakao wesentlich zur Lebensgrundlage bei. Schätzungen zufolge bauen zwischen 700.000 und 1 Million Bauern und Bäuerinnen Kakao an. Mehrheitlich handelt es sich dabei um kleinbäuerliche Betriebe, die etwa 1 bis 5 Hektar bewirtschaften und etwa 1.000 Kilogramm Kakaobohnen pro Jahr ernten. Der Ertrag liegt somit durchschnittlich bei 400 Kilogramm je Hektar. Zusätzlich arbeiten etwa 3 Millionen Menschen im Kakaoanbau (z.B. als Erntehelfer) sowie in dem damit verbundenen Handel, der Weiterverarbeitung und der Herstellung von Geräten und anderen Materialien. Steigende Kakaomengen Im Jahr 2010/2011 exportierte Ghana etwa 1.026.000 Tonnen Kakao. Damit hat sich die Exportrate innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Seit der Unabhängigkeit Ghanas ist der Export von Kakao die Hauptquelle für Deviseneinnahmen. Statistiken über die Kakaoernte in Ghana sind nur begrenzt aussagekräftig, da jedes Jahr unbekannte Mengen an Kakao aus Ghana herausgeschmuggelt werden. Die Bauern erhielten in den vergangenen Jahren zeitweise bessere Preise für den Kakao, wenn er über Togo und die Elfenbeinküste auf dem Weltmarkt verkauft wurde. Staatliches Vermarktungsmonopol Das staatlich regulierte Cocoa Marketing Board (COCOBOD) regelte den Handel innerhalb Ghanas und legte den Kakaopreis fest. Lange Zeit stellte es die einzige Institution dar, die den Bauern ihren Kakao abkaufte. Mittlerweile können auch private Abnehmer nach dem Erwerb einer Kauflizenz im ghanaischen Kakaomarkt partizipieren, allerdings weiterhin nach strengen staatlichen Auflagen. Das COCOBOD ist auch heute weiterhin der wichtigste Aufkäufer von Kakao. Trotz des Aufbaus einer weiterverarbeitenden Industrie für Kakao ist der größte Teil der Verarbeitungskapazitäten (60 %) in der Hand von ausländischen multinationalen Unternehmen. Damit verbleibt ein erheblicher Teil der Gewinne nicht in Ghana. Niedrige Einkommen und steigende Armut Laut einer Studie der Universität von Ghana standen den Kakaobauern im Jahr 2006 pro Tag nur 0,63 US-Dollar zur Verfügung. Damit lebt der größte Teil der Bauern samt ihren Familien weit unterhalb der Armutsgrenze. Neuere Daten sind zum Teil widersprüchlich, doch insgesamt hat sich die Situation der Bauern in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verbessert. Bauern, die den Großteil ihres Lebensunterhalts durch den Anbau von Kakao bestreiten, sind in erheblichem Maße von den Entwicklungen des Weltmarktpreises von Kakao abhängig. Bereits Preisschwankungen um wenige Prozent können die Zahl der Armen deutlich erhöhen. Zudem zahlt das COCOBOD den Bauern lediglich 70 % des Weltmarktpreises. Was der Bauer am Ende für seinen Kakao erhält, reicht somit oftmals nicht zum Leben aus. Außerdem ist der Nachschub von Kakao stark gefährdet: Das Durchschnittsalter der Bauern liegt aktuell bei über 50 Jahren, da die Nachkommen der Bauernfamilien den Anbau von Kakao nicht mehr als sichere und gewinnbringende Einkommensquelle erachten und in andere Agrarsektoren (z.B. Kautschuk) oder in die Städte abwandern. Ausbeuterische Kinderarbeit Kinderarbeit im Kakaoanbau ist weiterhin ein weit verbreitetes Phänomen in Ghana. Im Jahr 2009 arbeiteten fast 1 Millionen Kinder auf Kakaoplantagen, 270.000 von ihnen unter Bedingungen, die laut den ILO-Konventionen 138 und 182 verboten sind. Der größte Teil der Kinder (88 %) arbeitet als unbezahlte Arbeitskraft für die Eltern. Die Kakaobauern nennen als Hauptursache für die wirtschaftliche Ausbeutung von Minderjährigen ihre finanzielle Notlage. Der Preis für Kakao sei demnach zu niedrig, um die Ausgaben für Saisonarbeitskräfte, Dünger und Pestizide decken zu können. Die Gesundheitsrisiken sind zudem erheblich: Die Kinder verrichten gefährliche Arbeit durch die Nutzung von scharfen Werkzeugen und giftigen Pestiziden und das Tragen schwerer Kakaosäcke. Ein Schulbesuch ist oft nicht möglich. [Hintergrund: Ghana und Kakao] INKOTA-netzwerk e.V., Chrysanthemenstraße 1-3, D-10407 Berlin Tel.: 030-420 820 2-0, Fax: 030-420 820 2-10, E-Mail: inkota@inkota.de [www.inkota.de]

Weiterführende Informationen: Literatur o Hütz-Adams, Friedel (2011): Vom bitteren Kakao zur süßen Schokolade. Der lange Weg von der Hand in den Mund. Südwind e.V. o Hütz-Adams, Friedel (2012): Vom Kakaobaum bis zum Konsumenten. Die Wertschöpfungskette von Schokolade. Südwind e.V. o Hütz-Adams, Friedel/ Fountain, Antony (2012): Cocoa Barometer 2012 o Payson Center for International Development and Technology Transfer, Tulane University (2011): Oversight of Public and Private Initiatives to Eliminate the Worst Forms of Child Labour in the Cocoa Sector in Côte d’Ivoire and Ghana

 

Dokumentationen o 3Sat-Sendung: Schuften für Schokolade: http://www.3sat.de/mediathek/index.php?display=1&mode=play&obj=17898 o Miki Mistrati: Schmutzige Schokolade, Teil 1: http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportagedokumentation/schmutzige-schokolade?documentId=8577084 o Miki Mistrati: Schmutzige Schokolade, Teil 2: http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/minuten757.html o BBC: Chocolate – The Bitter Truth (englisch): http://www.youtube.com/watch?v=LD85fPzLUjo&playnext=1&list=PLA5F7D4302C9ED514&feature=results_ main

http://www.inkota.de/fileadmin/user_upload/Themen_Kampagnen/Make_Chocolate_Fair/INKOTA_MCF__Hintergrund_Ghana_2013.pdf