Nkrumas entwicklungspolitische Ziele

Industrialisierung mit dem Geld der Kleinbauern

Kwame Nkrumah führte Ghana 1957 in die Unabhängigkeit und prägte als Premierminister und später als Staatspräsident viele Jahre die Politik seines Landes. Sein Denken und seine entwicklungsstrategischen Überlegungen haben eine ganze Generation von Intellektuellen in Afrika beeinflusst. Sie dürfen jedoch nicht losgelöst von seinem politischen Handeln betrachtet werden.
30. Juli 2009

Nkrumah wird 1909 in Nkroful im äußersten Westen der damaligen britischen Kolonie Goldküste geboren. Er gehört der Volksgruppe der Nzima an, eine kleine Minderheit unter den vielen Völkern des Landes. Nkrumah besucht die koloniale Eliteschule in Achimota bei Accra und lernt dort westliche Wissenschaft und Philosophie kennen. In Achimota, so schreibt er später in seiner Autobiographie, sei erstmals ein Gefühl des Nationalismus in ihm erwacht. 1935 geht er mit Unterstützung eines reichen Verwandten in die USA. Dort absolviert er Studien in Volkswirtschaftslehre, Theologie, Pädagogik und Philosophie. und kommt er mit panafrikanischem, marxistischem und trotzkistischem Gedankengut in Berührung.

1945 geht Nkrumah nach London – ursprünglich, um an der dortigen School of Economics zu studieren. In den Zirkeln afrikanischer Studenten und Akademiker lernt er jedoch den Panafrikanisten George Padmore kennen und wird zum Organisationssekretär des 5. Panafrikanischen Kongresses in Manchester. Zwei Jahre später wird er zum Generalsekretär der neu gegründeten „United Gold Coast Convention Party“ berufen und kehrt in seine Heimat zurück. Im Anschluss an Unruhen in Accra wird er verhaftet. Nach seiner Freilassung wird er zum landesweit bekannten Volkshelden und gründet die radikalere „Convention People’s Party“, die mit ihrer Forderung nach Autonomie Bauern, Marktfrauen, Kriegsveteranen und Gewerkschafter hinter sich sammelt. Die Partei wird bei den Parlamentswahlen 1951 stärkste politische Kraft, Nkrumah im März 1952 Premierminister der Kronkolonie Goldküste. Am Tag der Unabhängigkeit, dem 6. März 1957, gibt er ihr den Namen des historischen Königreichs Ghana. 1960 vollzieht Nkrumah die Umwandlung des Landes in eine Republik und lässt sich zum Präsidenten wählen. Dies sollte die letzte demokratische Wahl in seiner Ära sein. Von seinen Anhängern lässt er sich als „Osagyefo“ („Erlöser“) feiern.

AUTOR

Einhard Schmidt-Kallert

Einhard Schmidt-Kallert war bis 2014 Leiter des Fachgebiets Raumplanung in Entwicklungsländern der TU Dortmund.

Zugleich macht er aus Ghanas liberal-demokratischem politischen System einen Einparteienstaat. Nkrumah schränkt die Rechte der Bürger und der Gewerkschaften ein, mit Repressionen hält er seine politischen Gegner in Schach. Im Februar 1966 – Nkrumah sitzt im Flugzeug nach Hanoi, um „den Vietnamkrieg zu beenden“, wie er in typischer Selbstüberschätzung formuliert hat – wird seine Präsidentschaft von einem vom US-amerikanischen Geheimdienst CIA unterstützten Militärputsch hinweggefegt. Er verbringt den Rest seines Lebens im Exil in Guinea als Gast des Präsidenten Sékou Touré und stirbt 1972 in Bukarest.

Nkrumah war vor allem Politiker, ein charismatischer Führer in der Phase der Dekolonisation Afrikas. Aber gehört sein Name in die Galerie der Entwicklungsdenker? Er selbst verstand sich auch als Philosoph, vielleicht als einen der ersten Afrikas. In der Tat hat er eine Reihe von Büchern verfasst, mit denen er seinen Namen als Theoretiker begründen wollte. Seine Schriften müssen jedoch in Zusammenhang mit seinem politischen Wirken gesehen werden. Seine „Hauptwerke“ wurden veröffentlicht, als er längst eine zentrale Figur auf der politischen Bühne seines Landes war beziehungsweise bereits im Exil lebte. Sie liefern zum Teil den ideologischen Überbau für die Tagespolitik, zum Teil sind sie als Rechtfertigung für seine politischen Prioritäten und Entscheidungen in bestimmten Situationen zu interpretieren.

Die zentralen Werke Nkrumahs sind seine Autobiographie, der 1965 erstmals erschienene Band „Consciencism“, den er selbst als die Zusammenfassung seiner philosophischen Positionen sah, sowie die Schrift „Africa Must Unite“, in der er 1963 sein Programm für die Einheit des Kontinents formulierte. Seine Autobiographie, die im Jahr der Unabhängigkeit Ghanas veröffentlicht wurde, ist ein Akt der Selbstinszenierung und der Neuinterpretation der Umwelteinflüsse, die ihn geprägt haben. In seinen Schilderungen der Verhältnisse in seinem Heimatdorf spricht er nur selten von den Traditionen der Nzima (wie es ethnographisch korrekt wäre), häufiger von den Akan-Völkern und am liebsten gleich von „afrikanischen Traditionen“. Indem er die Bedeutung der Stammeszugehörigkeit herunterspielt, deutet er sein künftiges politisches Programm an. Polemisch geht er mit den von den Briten seit den 1920er Jahren besonders protegierten traditionellen afrikanischen Führern, den Chiefs, und seinen politischen Gegnern in Aschanti, aber auch allen modernisierungsfeindlichen Kräften im Lande ins Gericht. Er stellt sich auf den Boden der parlamentarischen Demokratie nach britischem Muster, schreibt von einer sozialistischen Zukunft für Ghana, wirbt aber zugleich um Investitionen aus dem westlichen Ausland.

David Apter hat in seiner Studie “Ghana in Transition“ den Weg des afrikanischen Landes von einer von Stämmen geprägten Kolonie zu einem modernen, demokratischen Staat nachzuzeichnen versucht. Dafür mussten ihm zufolge vier verschiedene Traditionen gebündelt werden: der Panafrikanismus; die afrikanische Tradition, symbolisiert in Riten und Chiefs als Personen und Machtfaktoren; und sozialistische sowie liberal-demokratische Traditionen. Genau auf diese Weise ging Nkrumah vor. Er nahm den Chiefs in der maßgeblich von ihm mitgestalteten Verfassung von 1954 ihre politische Rolle, knüpfte aber an ihre Traditionen an, indem er sich selbst mit der Aura eines neuen obersten Herrschers umgab.

Mit seiner Schrift „Consciencism“ wollte Nkrumah seinen Ruhm als Philosoph und Theoretiker begründen – just zu dem Zeitpunkt, als die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen seiner Regierung das Land in die größte ökonomische und politische Krise seit der Unabhängigkeit geführt hatten. Neben einer breiten Rezeption griechischer, deutscher und französischer Philosophie entwickelt er eine Linie von der traditionellen, kommunalistisch geprägten afrikanischen Gesellschaft über Kolonialismus und Neokolonialismus bis zu einer künftigen sozialistischen Gesellschaft.

Laut Nkrumah beruhte die traditionelle afrikanische Gesellschaft auf völliger Gleichheit, Klassengegensätze und Klassenkämpfe habe es nicht gegeben. Erst in der Berührung Afrikas mit den Kolonialmächten sei es zur Entstehung von Klassen gekommen. Seine Zukunftsvision ist eine sozialistische Gesellschaft auf nationaler Ebene, ja für den ganzen Kontinent. Doch zunächst müssten Kolonialismus und Neokolonialismus bekämpft werden. Allerdings werde die neue Gesellschaft „vom Kolonialismus die Elemente übernehmen, die den Interessen der Bevölkerung entsprechend angepasst werden können, wie industrielle Produktion und Wirtschaftsorganisation“.

Rainer Tetzlaff hat schon vor Jahren kritisiert, der „Nkrumahismus“ und insbesondere die Schrift „Consciencism“ seien ohne funktionalen Wert für Ghanas Entwicklung gewesen. Natürlich muss sich Nkrumah daran messen lassen, wie weit seine Philosophie Leitbild für die reale Entwicklung des Landes geworden ist. Schließlich war er Präsident und kein Theoretiker im Elfenbeinturm. Doch die ideologischen Eckpunkte, die Nkrumah in seinen theoretischen Schriften formuliert hat, standen durchaus in Beziehung zu seiner konkreten Politik, gerade auch zu seinen Fehleinschätzungen. Sein ideologisches Konstrukt einer einheitlichen, nahezu konfliktfreien vorkolonialen Kultur in Afrika, das Ignorieren der ethnischen Identitäten und Gegensätze, aber auch sein Glaube an technisch- naturwissenschaftlichen Fortschritt westlicher Prägung und an die Bedeutung von Bildung haben seine Wirtschaftspolitik bestimmt. Schon in der Zeit der inneren Selbstverwaltung hatte Nkrumah auf die Gründung von Universitäten und auf Industrialisierung gesetzt. Nach der Unabhängigkeit gewann die strategische Entwicklungsplanung für seine Regierung noch größere Bedeutung.

Um den Zweiten Fünf-Jahres-Entwicklungsplan auszuarbeiten, holte Nkrumah den renommierten Entwicklungsökonomen und späteren Nobelpreisträger Arthur Lewis ins Land. Leitgedanken des Planes waren Industrialisierung und Modernisierung der Gesellschaft. Die ländliche Entwicklung wurde sträflich vernachlässigt, obwohl die Kakaobauern mit ihren Exporterlösen die Hauptfinanzierungsquelle des gesamten Planes waren. Die Förderung der Landwirtschaft war für Nkrumahs Planer nur in Form von Großfarmen vorstellbar, der kleinbäuerliche Sektor blieb unbeachtet. Wie erst nach Lewis Tod bekannt wurde, warnte er Nkrumah vor den wirtschaftlichen Gefahren der industriellen Großprojekte. Darin, dass man Ghanas Entwicklung über die Abschöpfung der Weltmarkterlöse der Kakaobauern finanzieren müsse, stimmte Lewis aber mit Nkrumah überein.

Das größte Prestigeprojekt war der Bau des Volta-Stausees zur Erzeugung von Wasserkraft. Der Plan stammte noch aus der Kolonialzeit. Das historische Paradox ist, dass Nkrumah als glühender Nationalist und Antiimperialist dieses Projekt übernahm und beschleunigt umsetzte – zu extrem ungünstigen Konditionen. Ghana musste hohe Kredite aufnehmen, die Staatsverschuldung wuchs ebenso wie die Abgabenlast für die Kakaobauern – alles Ursachen für Nkrumahs späteren Sturz. 78.000 Menschen wurden innerhalb kürzester Zeit ohne Rücksicht auf ihre ethnische Zugehörigkeit umgesiedelt; ein Ausfluss von Nkrumahs Vorstellung, dass das neue Ghana ethnische Identitäten ignorieren könne. Im Januar 1966 schaltete Nkrumah offiziell den ersten Generator des Kraftwerks an. Wenige Wochen später wurde er gestürzt. Für Ghana folgte eine Periode beispiellosen wirtschaftlichen Niedergangs.

Bleibt die dritte wegweisende Schrift „Africa Must Unite“. Die politische Einheit Afrikas war für ihn stets ein vorrangiges Ziel. Kurz nach der Unabhängigkeit richtete er in Accra die „All-African Peoples Conference“ aus. 1961 schloss sich Ghana mit Guinea und Mali zu der – allerdings kurzlebigen – Konföderation „Union of African States“ zusammen. Ghana war auch an den Vorbereitungen zur Gründung der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) in Addis Abeba 1963 beteiligt. „Africa Must Unite“ ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Schaffung einer staatlichen Einheit für ganz Afrika in der Form einer Föderation mit relativ konkreten verfassungsrechtlichen Überlegungen. „Für uns ist Afrika mitsamt seinen Inseln ein einziges Afrika. Wir verwerfen jeden Gedanken an irgendeine Art der Teilung des Kontinents.“ Das klang dann schon wie ein Vermächtnis, auch wenn der Autor noch im Amt war, als das Buch veröffentlicht wurde.

Über viele Jahre war Nkrumah außerhalb seiner Heimat, bei Intellektuellen in anderen afrikanischen Ländern, populärer als in Ghana. Im vergangenen Jahrzehnt ist er auch dort wieder entdeckt worden. Sicher: Seine Wirtschaftspolitik endete im Desaster, und seine theoretischen Schriften sind eine eklektische Mischung aus europäischer Philosophie und vereinfachender Interpretation der afrikanischen Realität. Außerdem waren ihm sein Personenkult und seine Überheblichkeit im Weg. Aber Nkrumah ist es gelungen, Menschen unterschiedlicher Herkunft, ohne Ansehen der ethnischen Zugehörigkeit, für seine Politik zu mobilisieren. Er hat damit zur Entwicklung einer nationalen Identität in Ghana beigetragen. Und er hat Menschen auf dem ganzen Kontinent für den Panafrikanismus begeistern können. Wenn daraus in Zukunft multiple Identitäten wachsen können, also ein Nationalstolz, ohne ethnische Identitäten zu leugnen, dann hätte er eine wichtige Rolle in der postkolonialen Transformation gespielt.

https://www.welt-sichten.org/artikel/3618/industrialisierung-mit-dem-geld-der-kleinbauern

Der Beschluss Ghanas und Burkina Fasos, eine Westfrikanische Union durch den Zusammenschluss beider Staaten zu bilden scheiterte mit der Ermordnung Thomas Sankaras

Geplanter und gescheiterter Putsch gegen Ghanas Präsidenten Rawlings 1986: Die Söldner waren schon auf dem Seeweg nach Ghana

https://books.google.de/books?id=BydooxsKp4kC&pg=PA93&lpg=PA93&dq=putsch+ghana+1986&source=bl&ots=OmFlhU0ht_&sig=Bv3l11_wvRLxMEC9vrzNt262ijc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiPi-TbpqzLAhWC8XIKHdriALwQ6AEIMTAD#v=onepage&q=putsch%20ghana%201986&f=false

https://de.wikipedia.org/wiki/Jerry_Rawlings

Jerry Rawlings

Jerry Rawlings (2009)

Jerry John Rawlings, auch J.J. (Junior Jesus) genannt (* 22. Juni 1947 in Accra), war von 1981 bis 2001 Präsident von Ghana.

1985 bzw. 1986 vereinbarte er mit Burkina Fasos Präsident Thomas Sankara den vollständigen Zusammenschluss beider Staaten innerhalb von zehn Jahren, doch mit der Ermordung Sankaras scheiterte dieses Projekt einer Westafrikanischen Union 1987.

Ansprache von Kwame Nkrumah zur Unabhängigkeit des Landes am 6. März 1957 – Filme über Kwame Nkruma und seine Anstrengungen ein vereintes Afrika zu schaffen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verwicklung der US-Regierung in den Sturz des ghanaischen Präsidenten Nkruma

Ghana: Dokumente enthüllen die Rolle der USA bum Sturz von Nkrumah

Paul Lee
24. Februar 2013

Freigegebne Dokumente vom Nationalen Sicherheitsrat und der CIA liefern erschütternde, neue Beweise für die US-Verwicklung 1966 beim Sturz des ghanaischen Präsidenten Kwame Nkrumah.

Der Staatsstreich wurde von oppositionellen Armeeoffiziere organisiert, die Nkrumahs Regierung am 24. Februar 1966 [vor genau 47 Jahren also] und wurde prompt von allen westlichen Regierungen begrüßt.

Die Dokumente liegen in einer Sammlung von diplomatischen und geheimen Memos und Berichten über Afrika in außenpolitischer Beziehung mit den USA – die fortlaufende offizielle Geschichte der US-Außenpolitik.

Aufbereitet vom Historiker-Büro des Außenministeriums eben die jüngsten Bände die offene Diplomatie und die geheimen Aktionen von Präsident Lyndon B. Johnsons Verwaltung zwischen 1964 bis ’68 wieder. Obwohl schon 1999 veröffentlicht, wurden die die US-Beteiligung am Staatscoup in Ghana erst jetzt bemerkt.

Vermutungen über die US-Beteiligung am Putsch entstanden fast unmittelbar wegen der gut bekannten Feindschaft der USA gegen Nkrumahs sozialistische Orientierung und seine Pan-Afrikanischen Aktivismus.

Nkrumah selbst machte die USA mitschuldig an seinem Sturz und warnte andere afrikanische Länder vor dem, was er als ein sich entwickelndes Muster nannte.

„Eine umfassende Offensive wird gegen die progressiven, unabhängigen Staaten geführt“, schreibt er in ‚Dark Days in Ghana‘, seinem Bericht vom Coup von 1969. „Man brauchte nur eine kleine Streitmacht von disziplinierten Männdern, um die Schlüsselpunket der Hauptstadt zu besetzen und die bestehende politische Führung zu verhaften.“

Ferner bemerkte er: „Es ist eine der Aufgaben der CIA und ähnlicher Organisationen gewesen, diese potentiellen Quislinge und Verräter in unserer Mitte herauszufinden und sie zu ermutigen durch Bestechung und Versprechen mit politischer Macht, um die konstitutionelle Regierung ihrer Länder zu zerstören.“

Eine gespenstische Geschichte

Während die Behauptungen von einer US-Verwicklung nicht neu waren, gab es bis 1978 keine Beweise. Da kamen anekdotische Beweise aus einer unwahrscheinlichen Quelle ans Licht. Ein ehemaliger CIA-Agent, John Stockwell, berichtete aus erstet Hand in seinen Memoiren ‚In Search of Enemies: A CIA-Story‘ (Auf der Suche nach Feinden: Eine CIA Story):

„Die Insiderstory erhielt ich von einem selbstgefälligen Freund, der Chef des CIABüros in Accra [Ghana] zu jener Zeit war.“ (Stockwell selbst war nur ein Land weiter stationiert – in der Elfenbeinküste.)

Nachfolgende Untersuchungen der ‚New York Times‘ und des ‚Bulletin für Geheimaktionen‘ identifizierten den Chef des Büros als Howard T. Barnes, der geheim als Politoffizier an der Botschaft arbeitete.

Laut Stockwell wurde der Sturz von Nkrumah auf folgende Weise in Szene gesetzt:

Das Büro in Accra wurde von der Zentrale ermutigt, Kontakte mit Oppositionellen der ghanaischen Armee zu pflegen und Informationen über ihre Aktivitäten zu sammeln. Sie erhielt ein reichliches Budget und unterhielt enge Kontakte mit den Putschisten, als sie ihre Pläne machten.Die Zusammenarbeit war so eng, dass man in der Lage war, geheime sowjetische Militärausrüstung bei dem Coup zu verschaffen.

Laut Stockwell kannten Banes initiative Ideen keine Grenzen. Er schlug dem Hauptquartier sogar vor, dass man eine geheime Spezialeinheit aufstellen solle, um während des Putsches die [kommunistische] chinesische Botschaft zu stürmen, alle Insassen zu killen, alle geheimen Dokumente zu stehlen und das Gebäude in die Luft zu sprengen, um alles zu vertuschen.

Obwohl dieser Vorschlag verworfen wurde, hat die CIA dem Accra-Büro das volle Verdienst, wenn auch nicht offiziell, für den Staatsstreich zugesprochen, bei dem acht sowjtische Berater ums Leben kame, was aber nirgends in den offiziellen Aufzeichnungen auftauchte, wie Stockwell schrieb.

Bestätigung und Enthüllung

Während die neuen Dokumente, die von Beamten des Nationalen Sicherheitsrates und ungenannten CIA-Beamten geschrieben wurden, die groben Umrisse, wie sie von Nkrumah und Stockwell gezeichnet wurden, bestätigen, liefern sie auch zusätzliche und abschreckende Details über das, was die US-Regierung über den Coup wusste, wann und was sie bereit war zu tun und zu geben.

Am 11. März 1965, fast ein Jahr vor dem Coup, nahm William P. Mahoney, US-Botschafter in Ghana, an einer offenherzigen Diskussion in Washington D.C. mit dem CIA-Direktor John A. McCone und dem stellvertretenden Chef der CIA-Afrika-Abteilung teil, dessen Name nicht genannt wird.

Wichtig ist, dass die Afrika-Abteilung Teil des Planungs-Direktoriums der CIA oder Abteilung für schmutzige Tricks war, über die die Regierung ihre geheime Politik abwickelte.

Einer der Tagesordnungspunkte des Treffens (Dokument 251) war der ‚Staatsstreich in Ghana‘. Während Mahoney zufrieden anmerkte, dass die öffentliche Meinung gegen Nkrumah eingestellt war und die Wirtschaft des Landes in einer schlechten Lage war, er dennoch überzeugt war, dass der gerade vom Polizeipräsident Harlley und den Generälen Otu und Ankrak geplante Coup nicht unbedingt stattfinden würde.

Trotzdem sagte er zuversichtlich – und korrekt, wie sich herausstellte – dass auf die eine oder andere Weise Nkrumah innerhalb eines Jahres weg vom Fenster wäre. Mahoney enthüllte den Umfang der Botschaftskenntnisse über den Putsch und bezog sich auf einen Bericht, wo erwähnt wurde, dass die Spitzen der Verschwörung sich am kommenden 10. März treffen wollten, um den Ablauf des Coups zu planen.

Ghana: Dokumente enthüllen die Rolle der USA bum Sturz von Nkrumah UND Der Reagan – Bush Deal (Video)

Was jetzt ans Licht kommt, sind lediglich die Details. Wir wussten bereits damals, dass es sich um einen US-Putsch gehandelt hat. Man brauchte doch nur eins und eins zusammenzählen. Der Westen schrie Hurrah und das Land wurde unmittelbar für die westlichen Multis geöffnet und die einheimischen Ressourcen wurden verramscht. Lest William Blum ‚Die CIA und die wirkliche Außenpolitik der USA‘.

Die Krux in all den unabhängig gewordenen Ländern der Dritten Welt war doch, dass sie nur eine winzige Bourgeoisie und Intellektuellen-Schicht hatten, die meistens im Westen ausgebildet worden waren. Dort hatten sie das ‚moderne Leben und den Luxus‘ zwar nicht selbst erlebt, aber gesehen. Und sie kamen in die Heimat zurück mit dem brennenden Wunsch, all das selbst auch haben zu wollen. So hat sich der Westen ’seine‘ Kompradoren-Bourgeoisie‘ geschaffen.

Diese Länder hatten auch keine eigene Produktion für Waffen, keine eigenen Ausbildungsstätten für Militär und Polizei. Das Ergebnis: die westlichen ‚Experten, Helfer und Ratgeber‘ überschlugen sich, um diesen Ländern ihre ‚Dienste‘ anzubieten. Offiziere wurden an westlichen Akademien ausgebildet, Waffen wurden ins Land geschafft, die Polizei wurde auf den neuesten Stand gebracht. Schaut euch doch die Bilder an von den allerärmsten Ländern der Welt: Armee und Polizei sind nicht von unserer zu unterscheiden. Und gegen wen braucht man sie? In den seltensten Fällen gegen ausländische Feinde, sondern gegen den Feind im Innern, das Volk. Das heißt, dass nicht die Politik die Gewehre kommandierte, sondern genau umgekehrt. Darauf hat Mao Tse-tung immer wieder hingewiesen. Aber den las wohl nur die CIA und nicht die Führung unabhängiger Länder.

Passend hierzu hänge ich auch noch ein Video an über den schmutzigen Deal von Ford und Bush mit dem Iran, in dessen Verlauf Reagan 1980 die Wahl gewann und Iran dafür Waffen für den Krieg gegen den Irak erhielt.

 

http://einarschlereth.blogspot.de/2013/02/ghana-dokumente-enthullen-die-rolle-der.html

Quelle – källa – source

Ein afrikanischer Blick auf unsere Sicht auf Afrika: „Die Verfälschung der Geschichte Afrikas, eines Kontinents, dem das Europa des Größenwahns „alle Elemente der Zivilisation“ zu verdanken hat, ist die entscheidende Zäsur zwischen Afrika und Europa, zwischen Sklaven und Herrn. Denn auf dieser historiographischen Dichothomie von Überlegen, zivilisiert…(Europa) versus Unterlegen, unzivilisiert…(Afrika) hat Europa (durch seine Eliten) seine Mystifikation und Philosophie der Aporie und der Negation über Afrika konstruiert. Diese Demagogie ist für die unschuldige europäische Bevölkerung (sie müssen diesen Gift seit ihrer Kindheit aufnehmen…), die ihren Eliten, Medien und Schulbüchern blind vertrauen, eine Katastrophe. Denn ihre Wahrnehmung des Kontinents und der Afrikaner ist somit fast unwiederbringlich konditioniert, wenn nicht zerstört.“

Wie der sogenannte IWF und dessen Pendant WELTBANK ARMUT fabrizieren – Ein Beispiel in GHANA [B-CAIMAN-RadioTV]

Wie der sogenannte IWF und dessen Pendant WELTBANKARMUT fabrizieren –
Ein Beispiel in GHANA

von Jean-Baptiste Pente

In unserer von dem europäischen Ethnozentrismus und Imperialismus erfunden Welt gibt es keinen Unterschied zwischen Propaganda, Wissenschaft und Wirklichkeit in eigener Sache. Wer mal an einer westlichen Universität Politologie, etc. kritisch studiert hat, stellt sehr schnell fest, dass man eher mit Indoktrination in den Hörsälen (am Beispiel der REALISMUS-THEORIE) zu tun hat als eine globale kritische Wissensvermittlung jenseits des westlichen primitiven und bulimischen Überlebensinstinkts.

Eine hartnäckige eurozentristische Propaganda skandiert durch seine Söldner-Journalisten und Pseudostatistiken seit Jahren, dass das westafrikanische Land GHANA sich auf dem guten Wege der „Entwicklung“ dank der strikten Umsetzung des sogenannten Struktur-Anpassungs-Plans des IWF befände. Aber wie wir dem BBC-Dokumentarfilm entnehmen können, muss man kein fünfjähriges Ökonomiestudium an der „Harward“ studiert haben, um das Taschentrickspiel des Neo-Kolonialismus zu verstehen. Das Schockierende hierbei ist, dass die Afrikaner (ihre Pseudo-politischen Eliten) diese Sklaverei im Namen einer sogenannten Globalisierung (Verwestlichung der Welt zugusten des Westens), die schon 1454 (mit der Segnung des Papstes Nicholas V) durch die Zwangsdeportation der Afrikaner begann, fortsetzen lassen.

In GHANA wurde seit zwanzig Jahren das Programm des IWF brave umgesetzt. Die Folgen sind katastrophal; mehrere Dörfer wurden durch westliche Firmen, die Gold extrahieren, zerstört. Verschiedene Krankheiten sind auch dadurch entstanden. Das Schul- und Gesundheitssystem liegen am Boden. Obwohl GHANA noch vor paar Jahren seine Grundversorgung und deren der Nachbarländer an Reis selbst produzierte, muss es heute Reis aus den USA importieren. GHANA ist reich an Gold, aber die Bevölkerung hat noch nie davon profitiert. Bitterarme Mütter werden nach der Entbindung in Krankenhäusern festgehalten, bis sie das aufzutreibende Geld herbei zaubern. Nach dem IWF-Programm müssen die GHANAER alles (Trinkwasser, Toilettennutzung in vielen Dörfern etc.) bezahlen – wo sie das Geld her haben würden, kümmert es Niemanden (die Arbeitslosigkeit beträgt ca. 55%), während die Prediger des „Heuschrecken-Liberalismus“ ihre eigene Bauer und andere Grundbedürfnisse ihrer Bevölkerung subventionieren. Umweltschutz darf es mit den Herren des IWF dort nicht geben. Koloniale Monokultur wird sogar als „Condition sine quoi non“ für die Zusammenarbeit mit dem IWF dem Land vorgeschrieben. Nur in ACCRA ist die skandierte „Entwicklung“ zu sehen, aber was ist das ? Tja, ein paar westliche hässliche Hochgebäude, die die Landschaft mehr entfremden als sonst; eine handvolle Pseudoreiche GHANÄER, die meinen: „Après nous le déluge…“. Kwame N´KRUMA würde sich im Grabe drehen…

DOMINIC JOHNSON, die TAZ und das Koloniale Afrikabild – Eine Antwort von BOIS-CAIMAN-1791-CLUB

DOMINIC JOHNSON, die TAZ und das Koloniale Afrikabild – Eine Antwort von BOIS-CAIMAN-1791-CLUB

von Kagemni Djikeungoué Pente

Der Artikel von DOMINIC JOHNSON:
AFRIKA  MACHT  SICH  FREI

Wir sind dessen gewohnt, tagtäglich die Enthumanisierung der Afrikaner in den westlich-weissen Medien (inkl. Schulbüchern) zu konsumieren. Dieser eurozentristisch-anti-schwarze Rassismus hat eine Grundtradition in moralisch-bankrottem Europa. Von dem europäischen Christentum über die sogenannten Aufklärer hin zu der monströsesten GESCHICHTSFÄLSCHUNG der Menschheitsgeschichte.
Die Verfälschung der Geschichte Afrikas, eines Kontinents, dem das Europa des Größenwahns „alle Elemente der Zivilisation“ zu verdanken hat, ist die entscheidende Zäsur zwischen Afrika und Europa, zwischen Sklaven und Herrn. Denn auf dieser historiographischen Dichothomie von Überlegen, zivilisiert…(Europa) versus Unterlegen, unzivilisiert…(Afrika) hat Europa (durch seine Eliten) seine Mystifikation und Philosophie der Aporie und der Negation über Afrika konstruiert. Diese Demagogie ist für die unschuldige europäische Bevölkerung (sie müssen diesen Gift seit ihrer Kindheit aufnehmen…), die ihren Eliten, Medien und Schulbüchern blind vertrauen, eine Katastrophe. Denn ihre Wahrnehmung des Kontinents und der Afrikaner ist somit fast unwiederbringlich konditioniert, wenn nicht zerstört. Und danach „beschwert“ man sich über Rassismus und indexiert die NPD oder REPUBLIKANER als Rassisten, welch eine Heuchelei !
Solange die Afrikaner dies nicht verstanden haben, und ihre wahre GESCHICHTE nicht zurückerobern, sind sie zum Scheitern verurteilt. „Die Eliten Europas, um die Afrikaner und ihre eigene Bevölkerung in der Ignoranz zu halten, haben ein abnorm-eurozentristisches Journalisten-Söldnertum aufgebaut.“ Diese europäischen „Söldner-Journalisten“ leisten durch ihre Zeitschriften und Zeitungen z. Z. in Deutschland (Der Spiegel, Die Zeit, Taz etc.) eine ungeheuere Desinformationsarbeit über Afrika.
Wieviele Europäer oder Afrikaner selbst wissen, dass die ältesten mathematischen Realisationen (am Beispiel der ISHANGO-KNOCHEN, ca. 20000 v.Chr.) in dem heutigen KONGO-Kinshasa – einem Land, das die europäische Barbarei vor Jahrhunderten heimsuchte – gefunden wurden ? Die Afrikaner müssen entschieden dieser Art von Delirium entgegentreten.
In diesem Zusammenhang entschieden wir uns – obwohl wir Besseres zu tun hätten – auf den Artikel von Herrn DOMINIC JOHNSON schonungslos (der Ton) und didaktisch zu reagieren. Denn hier wird zweifellos einen Krieg gegen uns seit Jahrhunderten geführt.
Dominic Johnson schreibt:
Der inkriminierte Artikel wird auszugsweise in unserer Antwort grau zitiert, ohne jedoch erneut auf Herrn Johnson zu verweisen.
„Als die Feiern zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit in Ghana am Dienstag ihrem Höhepunkt zustrebten, war Daniel Frimpong nicht festlich zumute. Der 62-jährige ghanaische Geschäftsmann, wohnhaft in Nigerias Hauptstadt Abuja, war soeben am ostghanaischen Grenzübergang Aflao abgesetzt worden, ohne Papiere, Geld und Besitz. Nigerias Behörden hatten ihn deportiert, als angeblich illegalen Einwanderer. Es war ein klarer Fall von übler Nachrede: Frimpong hatte in Abuja Mietschulden eintreiben wollen, und der säumige nigerianische Mieter hatte ihn bei der Polizei verpfiffen. Frimpong kam zusammen mit seiner Frau und einigen anderen Ghanaern in Haft und verbrachte drei Wochen in Arrest. Dann setzte man ihn in einen Bus und fuhr ihn durch drei Staaten an die Grenze zu seinem Heimatland, das sich im Rausch der Feiern von Freiheit und Einheit befand.“
Dies ist eine maßlose Übertreibung. Dass es unter Afrikanern Konflikte, die verschiedene (kolonial-historische) Hintergründe haben, ist es uns (auch) bekannt und kann auch ernsthaft von niemandem bestritten werden. Sie erzählen jedoch diese Geschichte mit einem verdächtigen Pathos als ständen wir vor einer Apokalypse, warum ? Deontologisch ist es eine unentschuldbare Anmaßung, denn Sie schreiben nicht in einer indirekten Form (Partizip I), sondern affirmativ. Sind Sie sich sicher, dass diese Geschichte der Wahrheit entspricht ? Wenn sie auch der Wahrheit entspräche, warum können Konflikte unter Afrikanern nicht natürlich angesehen und unter Berücksichtigung aller historischen Gegebenheiten – ohne den uns europäischerseits gewohnten verachtenden Beigeschmack – analysiert werden ? Warum ist Ost-Europa nach vierzig (40) Jahren Kommunismus implodiert, lag es vielleicht an einer genetischen Prädisposition der Ost-Europäer ? Denn eure Pseudo-Philosophen (Voltaire, Kant, Renan, Hume, Montesquieu etc.) der sogenannten europäischen Aufklärung stellten schon vor langer Zeit dank ihrer pseudo-wissenschaftlichen Rassentheorien eine genetische Prädisposition für Anarchie bei den Afrikanern fest.
1) Wie ist es, wenn Osteuropäer aus Deutschland ausgewiesen werden, wird es genauso apokalyptisch dargestellt und als Deportation beschrieben ?
2) Wie ist es noch mit den ewigen (100) Hundertjährigen, (30) Dreißigjährigen Kriegen und Hungersnöten, die sogar zur Anthropophagie in Europa führten, gewesen ?
3) Wieviele Jahrzehnte haben sich die Deutschen aufgrund ihrer Kleinstaaterei zerfleischt ?
4) Wie ist es mit den europäischen Kriegen von 1914-1918 und 1938-1945 (missbräuchlich als Erster und Zweiter Weltkrieg benannt) ? Wie war es mit dieser Barbarei ohne Gleichen, wo Millionen Menschen auch jenseits Europas massiv umkommen mussten ?
5) Historisch gesehen, gibt es einen Kontinent in der Menschheitsgeschichte, der soviel Barbarei auf eigenem Boden praktiziert und sie in die Welt (auch mit Hilfe der Religion und Kirchenmännern) transportiert hat als Europa ? Können Europäer überhaupt ernst genommen werden, wenn sie den Moralapostel spielen ?
Sicherlich überrascht uns Ihre fast ethnologisch-rassistische Prosa à la Peter Scholl-Latour, der schon seiner Zeit die europäische Bevölkerung auf die Ermordung Lumumbas durch Diffamierung und Desinformation vorbereitete, nicht.

[ Inner-Europäische Sklaverei, Frauen und Kinder wurden über Jahrhunderte an ARABER verkauft. Venedig war ein Umschlagplatz für dieses Geschäft. Der Begriff Sklave ist auch nicht anders als eine Derivation von SLAVE. Diese europäische Volksgruppe wurde ein Inbegriff für Sklave, weil sie über Jahrhunderte razziert und überall in Europa verkauft wurde. Ein Gemälde des Künstlers JEROME ]

„Der schwarze Stern auf Ghanas rotgelbgrüner Flagge symbolisiert die Unabhängigkeit und Einigung eines von fremden Mächten unterdrückten und gespaltenen Kontinents, und unter dem Motto des „Black Star“ feierte Ghana diese Woche 50 Jahre Befreiung. Aber der Kontinent hat in diesen 50 Jahren nicht zur Einheit gefunden. Jetzt, wo die koloniale Erinnerung endgültig ausgedient hat, ist es Zeit, auch vom gescheiterten Traum eines geeinten Afrika Abschied zu nehmen. Ghanas Befreiungsführer Kwame Nkrumah, der die britische Goldküste am 6. März 1957 als erste europäische Kolonie Afrikas südlich der Sahara in die Unabhängigkeit führte, sah sich nicht nur als Staatschef eines freien Ghana, sondern auch als Pionier eines geeinten Afrika. Entkolonisierung und Einheit waren für Nkrumah wie für die Mehrheit der antikolonialen Führer des Kontinents damals untrennbar miteinander verknüpft: Die künstlich geschaffenen kolonialen Territorien sollten sich im angeblich natürlichen Ganzen auflösen, das geschundene Volk Afrikas sollte zusammenfinden. Aber 50 Jahre später empfängt Ghana deportierte Landsleute aus Nigeria.Der gegenwärtige Herold des Panafrikanismus, Libyens Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi, säubert sein Land gerade wieder von „illegalen“ Schwarzen, die ein Sechstel der Bevölkerung ausmachen sollen: Am 1. März lief eine Frist für schwarzafrikanische Illegale ab, Libyen freiwillig zu verlassen. Die gelenkte libysche Presse dementiert bereits empört ghanaische Berichte, 100 Migranten aus Ghana seien auf der Suche nach Sicherheit irgendwo in der Wüste elendiglich ums Leben gekommen. Tansania, dessen Unabhängigkeitsführer Julius Nyerere nach dem Ghanaer Kwame Nkrumah wohl der aktivste Panafrikanist der frühen postkolonialen Ära gewesen ist, weist derzeit Ruander, die dort schon immer leben, zu Tausenden aus.“
In Ihren Schilderungen können wir leider nur viel Ungereimtheit, Demagogie und Schadenfreude über die heutige Situation Afrikas feststellen. Fakt ist, dass die europäischen Kolonialmächte ab 1960 Alles taten, um eine Einheit Afrikas zu verhindern. Alle patriotischen Pan-Afrikanisten (LUMUMBA, OLYMPIO, MACHEL, BOGANDA, NYOBE, SANKARA etc.) wurden umgebracht. An ihre Stelle setzten die gleichen Mächte Marionetten-Regierungen ein (Togo, Kamerun, Zentralafrika, Tchad, Elfenbeinküste etc.), um den Kontinent weiter auszubeuten. Es existiert bedauerlicherweise keine pan-afrikanische Erziehung in keinem Land in Afrika, und woran liegt es ? Pseudo-ethnische Konflikte blieben, wie in der Kolonialzeit, eine der wichtigsten Waffen gegen eine Einheit der Afrikaner. An dieser Situation hat sich kaum Etwas geändert, Afrika ist nur schein-unabhängig, denn die Mechanismen (Weltbank, IWF, Pseudoschulden, Klientelismus, Korruption, Geldwäsche, Verhinderung der Industrialisierung, koloniale Währung wie FCFA), den der Westen nutzt, um Afrika mit Hilfe einiger Afrikaner (Intelektuellen und Präsidenten) weiter zu unterwerfen, sind aktuell und vielschichtig. Eines dieser Mechanismen ist die FRANCAFRIQUE.

Für die Zerstörung und Verfälschung der Geschichte Afrikas waren die Araber immer die Alliierten der Europäer. Daher ist die Erwähnung von Muammar Al-Kaddafi hier eine platte Ironie, die Sie sich hätten ersparen können. Eine Frage an Sie, Herrn „Afrika-Experte“: Was geschah mit Sekou Touré als er den Franzosen nein zu AOF sagte? Es ist wirklich mühsam und sogar lachhaft Ihre kakophonische Platitude zu lesen, sollten Sie sich nicht lieber über Europa selbst, seine Barbarei über Jahrhunderte und seine Geschichtsfälschung, nachdenken und schreiben… ? Der „Whiteness of Power“ und deren Pseudo-Gelehrsamkeit beeindrucken niemanden mehr:

„Der Kolonisator, der im anderen Menschen ein Tier sieht, nur um sich selber ein ruhiges Gewissen zu verschaffen, dieser Kolonisator wird objektiv dahingebracht, sich selbst in ein Tier zu verwandeln. … Man erzählt mir von Fortschritt und geheilten Krankheiten. Ich aber spreche von zertretenen Kulturen, […] von Tausenden hingeopferten Menschen. … Ich spreche von Millionen Menschen, denen man geschickt das Zittern, den Kniefall, die Verzweiflung […] eingeprägt hat.“ — Aimé Césaire
CAMEROUN, Autopsie d´une Pseudo-Independance [ KAMERUN – Autopsie einer SCHEINUNABHÄNGIGKEIT, einer VERWÜSTUNG, einer VERNICHTUNG, eines VÖLKERMORDES. ]

Sprache: Französisch


[ Von Körpern getrennte KÖPFE, die anschließend in DÖRFERN verteilt wurden: Eine gängige Praxis … ]

„Angola vertreibt zehntausende eingewanderte Kongolesen aus seinen Diamantenminen. Die drei Millionen Flüchtlinge aus Simbabwe in Südafrika werden diskriminiert und misshandelt, stellte kürzlich die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fest. Die Elfenbeinküste leidet noch immer an den Folgen eines Bürgerkrieges, der daraus entstand, dass die Regierung Teile der eigenen Bevölkerung zu Ausländern abstempelte, weil ihre Vorfahren einst aus anderen Provinzen Französisch-Westafrikas in die ivorischen Plantagen umgesiedelt worden waren.
Der unmenschliche Umgang mit afrikanischen Migranten, Flüchtlingen und Wanderern innerhalb Afrikas, der dem europäischer Länder in nichts nachsteht, ist nicht die einzige Schattenseite der offiziell gesteuerten panafrikanischen Begeisterung, die den Kontinent jetzt in der Folge der Feiern in Ghana ergreift. Aber sie ist eine der hässlichsten. In immer mehr Ländern Afrikas droht Menschen der Verlust ihrer Lebensgrundlagen, wenn sie nicht ihre Abstammung und Staatsbürgerschaft nachweisen können und wenn sie einer Ethnie angehören, die man eher in anderen Ländern findet.“
Dies ist leider wieder eine pure Demagogie mit allen uns bekannten rassistischen Klischees. Wie ich es schon gesagt habe, sprechen wir über die Geschichte der noch andauernden „Barbarei“ der Europäer. In puncto Elfenbeinküste begehen Sie eindeutig eine Straftat, und wir hoffen, dass die Regierung in Abidjan eine Straf-Anzeige gegen Sie erstatten würde. Fakt ist, dass Präsident Gbagbo und sein Volk wieder Opfer der französisch-europäischen neo-kolonialen Politik gewesen sind, da er die französischen neo-kolonialen Abkommen mit vielen afrikanischen Ländern zum Teil in Frage gestellt hatte. Diese Abkommen sehen vor, dass Frankreich z.B. ein Vorrecht über alle wichtigen strategischen Bodenschätzereserven seiner (ehemaligen) Kolonien hat. Nach der selben Tradition haben die französischen großen und semi-staatlichen Konzerne die bedeutenden wirtschaftlichen Sektoren in diesen Ländern zu kontrollieren. Hierüber hat der excellente Ökonom und Präsident des Ivoirischen Parlaments, Prof. Mamadou Koulibaly ein Buch „Les Servitudes du Pacte Colonial“ herausgegeben. Die UNO hat hier mit Hilfe einiger Ivoirer, der sog. Houphouetisten (Bedié, Ouattara, Soro etc.) die gleiche Rolle gespielt, die sie für die Ermordung Patrice Lumumbas 1960 in Kongo gespielt hatte. Denn unter dem Deckmantel der UNO installierte Frankreich seine Armee (Force Licorne) in dem afrikanischen Land, um den widerspenstigen Präsident Gbagbo abzusetzen. Dies scheiterte nur durch den Widerstand der Bevölkerung, wo hunderte von der französischen Armee massakriert wurden. Hier sind zwei Dokumentarfilme: Das Massaker der französischen Neo-Kolonialen Armee in der „Elfenbeinküste“, die das Massaker, die Barbarei und Heuchelei der Franzosen ausführlich darstellen.
Die sog. Rebellen, die heute aufgrund des Scheiterns ihres mörderischen Projekts fast eingelenkt haben, ist eine Kreation Frankreichs gewesen. Hierbei spielte der Handlanger des Westens und Auftragsmörder-Präsident, Blaise Compaoré von Burkina Faso eine zentrale Rolle. Man ließ ihn (Blaise Compaoré) Thomas Sankara, den neuen SEBA (Stern) Afrikas 1987 wie einen Hund liquidieren. Compaoré versorgte diese Rebellen mit Waffen und Logistik. Wie gesagt, wir hoffen, dass die Regierung in Abidjan eine Strafanzeige gegen Herrn Dominic JOHNSON wegen übler Nachrede und Verbreitung falscher Informationen im Namen der Würde der Afrikaner erstatten würde. Ein Aufenthaltsverbot in Afrika für solche „Afrika-Experten“ wäre auch eine dringende, notwendig und angemessene Reaktion der Afrikaner.

„[…] Heute, wo Afrika als Kontinent der Krisen und des Elends firmiert, fällt die Erinnerung daran, wie anders die Erwartungen vor fünfzig Jahren waren, schwer. Das unabhängige Ghana war vom Pro-Kopf-Einkommen her so reich wie Südkorea, aber Experten gaben Ghana die besseren Entwicklungschancen – mehr Rohstoffe und mehr Demokratie, keine kriegerische Teilung und keine Militarisierung. Asien war damals der Kontinent der Krisen und des Elends. Afrika war der Kontinent der Hoffnung, der dank seines Rohstoffreichtums, seiner kolonialen Infrastruktur, seiner relativ geringen Bevölkerung und seiner ehrgeizigen neuen Regierenden eine große Zukunft vor sich hatte.“
Diesen Mißklang habe ich des Öfteren gehört (auch von einigen Afrikanern…), man muss wirklich ein Zauberlehrling sein, um Afrika mit Asien zu vergleichen, denn Asien schöpft seine Kraft und sein Genie aus seiner 5000 jährigen Geschichte und nicht aus selbstmörderischer Nachahmung eines selbst ernannten „Alter Kontinent“ (Europa – Nach welchen historischen Kriterien ?). Aus uns bekannten Gründen können die Afrikaner nicht auf solche Erfahrungen (insbesondere psychologisch…) zurückgreifen, weil die „blonden Herren-Menschen mit blauen Augen“ aus den eisigen Norden seit dem 18. Jh. christlicher Ära es ihnen (durch u.a. Geschichtsfälschung, monströse Rassentheorien, Gehirnwäsche mit u.a. pseudo-offenbarten Religionen (wo Schwarze als Nachkommen von HAM verflucht wären…), medialer Hinrichtung, politischem Paternalismus, Desintegration, Einschüchterung und Eliminierung seiner braven Söhne und Töchter etc.) „untersagt“.
Fakt ist auch jedoch, entgegen aller Propaganda à la TAZ mit der Präsentation ihres Zauberlehrlings: „DOMINIC JOHNSON ist seit 1990 Afrika-Redakteur in der Auslandsredaktion der taz“, dass wir bei der wir Afrikaner aufrufen, endlich aufzuwachen uns entspannt zurücklehnen und folgende geschichtliche unwiderlegbare Fakten aufzählen können:
1) Die Afrikaner sind die ältesten Völker der Welt; Afrika ist die Wiege der Menschheit.
2) Die Afrikaner sind die „Begründer der Zivilisation“.
3) Die alten Griechen, die ersten „Hoch-zivilisierten“ in Europa lernten ihre ersten Lektionen in Sachen „Hochkultur“ bei den Afrikanern am Nil. Diese alten Griechen, Vorfahren der Europäer waren nach ihren eigenen Vermächtnissen (von Thales bis Aristoteles) stolz auf die afrikanische „Herkunft ihrer Zivilisation“.
4) Die Afrikaner haben Europäer zivilisiert und nicht umgekehrt…
5) Der heutige Kalender (bis auf wenigen Nuancen), den wir tagtäglich benutzen, verdanken wir dem Genie der Afrikaner.
6) Die Afrikaner (ca. 1/3 der Alliertentruppe) nahmen teil an der Befreiung Europas von dem Nationalsozialismus (NAZI).
Die Tragödie hierbei ist, dass die beispiellose 400 und anschließende 150 jährige Massendeportation und koloniale Verdinglichung der Afrikaner, die schon durch die arabische Barbarei fragilisiert waren, eine historische Kontinuität der Afrikaner nach einem eigenen Paradigma und eigener Dynamik unmöglich machte.
Das Resultat: die afrikanische Bevölkerung ignoriert fast alles über ihre wahre Geschichte und leiden unter einem schweren Minderwertigkeitskomplex. Aber wie lange noch ? Lassen wir ein englischer Logiker und gesunder Geist, John Stuart Mill, dem nur Wahrheit als Lüge, Fälschung und Rassismus nahe lag, zu Worte kommen:
„It is curious withal, that the earliest known civilization was, we have the strongest reason to believe, a negro civilization. The original Egyptians are inferred, from the evidence of their sculptures, to have been a negro race: it was from negroes, therefore, that the Greeks learnt their first lessons in civilization; and to the records and traditions of these negroes did the Greek philosophers to the very end of their career resort (I do not say with much fruit) as a treasury of mysterious wisdom.“ (Vgl. Bernal 2001, S. 373)

„Linke Skeptiker wie der Franzose René Dumont mit seiner berühmten Streitschrift „LAfrique noire est mal partie“, die die Vernachlässigung der Subsistenzlandwirtschaft sofort als langfristige Gefahr für Afrikas Entwicklung erkannten, wurden als Außenseiter belächelt. Kluge Schriftsteller wie der später weltweit bekannt gewordene und preisgekrönte Ahmadou Kourouma in der Elfenbeinküste, dessen Erstlingsroman „Le soleil des indépendances“ die Machtergreifung der postkolonialen Elite innerhalb einer ermatteten traditionellen Gesellschaft in schonungsloser Weise als Tragödie ohne Ausweg beschreibt, fanden zunächst nicht einmal Verleger. Es sollte eine Generation dauern, bis auch etablierte afrikanische Denker wie Ali Mazrui in Kenia öffentlich zu zweifeln begannen, ob die in Europa ausgebildeten intellektuellen Eliten Afrikas, die ihre Länder autoritär umkrempelten, überhaupt noch ihre Völker verstünden. Für Mazrui war Afrikas neue gebildete Schicht mit ihren hochfliegenden Plänen Wegbereiter für Militärdiktatoren, die den postkolonialen Widerspruch zwischen autoritärer Modernisierung und panafrikanischen Freiheitsidealen dadurch beseitigten, dass sie die Freiheitsideale einfach wegließen.“
Wie ich es bereits gesagt habe, diese Art von eurozentristischer Sophisterei kennen wir schon lange. KOUROUMA ist entgegen Ihren Schilderungen ein Liebling der westlichen, insbesondere französischen Medien gewesen. Es ist immer eurozentristisch chic die Diktatur in Afrika als fast „genetisch bedient“ zu schildern, und hierbei findet man immer afrikanische Ignoranten oder Kollaborateure, die den „Herrenmenschen“ bei Ihrer „Mission“ gern helfen. Dabei vermeidet man jeglichediakronische Analyse der Entstehung (inkl. Hintermänner) dieser so „verpönten“ Diktaturen in Afrika. Dass gerade der Westen (Europa und Weisses Amerika) als Urheber und Profiteure dieses „Mafia-Systems“ ist, ist selbstverständlich ein Tabu.
Ihr sogenannter Linker Skeptiker René Dumont entpumpt sich leider als ein vulgärer, gewöhnlicher eurozentristischer Afrikanist à la Fauvelle-Aymar, der die Kolonialzeit durch paternalistische pseudo-politische Analysen nachtrauert. Afrika hat das Recht genauso wie alle anderen Völker seine Agrarproduktion nach seiner ur-alten Tradition und unter Berücksichtigung seines Ökosystems seit Jahrtausenden zu „industrialisieren“ (Wogegen Europa seit jeher kämpft). Somit kann Ihr GURU, Herr DUMONT seine Theorie über „Subsistenzlandwirtschaft“ in Afrika für sich behalten. Prof. OBENGA machte in seinem Buch ‚LE SENS DE LA LUTTE CONTRE L’AFRICANISME EUROCENTRISTE‘ unmißverständlich klar, dass viele europäischen Afrikanisten aufgrund ihrer Inkompetenz und rassistischen Vorurteile einen anderen Job zu suchen hätten.
Es würde uns auch interessieren, was Sie politisch und zeitgeschichtlich unter dem Begriff ‚Links‘ verstehen. Nach unserem afrikanischen Paradigma können Kategorie-Unterscheidungen wie ‚Links, Zentrum und Rechts‘ nur in einen inner-europäischen Kontext eingebettet werden. Denn wenn es um die Ausbeutung und Subalternalisierung Afrikas geht, sind alle diese Kräfte unter sich einig:
1) Ist Ihnen das historische Schreiben von Aime Césaire, in dem er seinen Austritt aus der ‚Kommunistische Partei Frankreich´s‘ begründet, bekannt ?
2) Seit Jahrzehnten regieren diese sogenannten Linken à la Joschka Fischer in Europa. Was ist aus ihren gestrigen ELEGIEN gegen die „Ausbeutung der Dritten Welt“ geworden ?
3) Der Mit-Urheber des Völkermords in RWANDA war (laut vielen seriösen Quellen) der sogenannte Linke, Francois MITTERAND, ehemaliger Staatspräsident Frankreich´s (Vgl. auch hierzu mein Dossier „Die Autopsie eines Genozids – Warum sitzen Frankreich und Andere nicht auf der Anklagebank ?“ in: Africa-Positive, Nr.28, 2004)
„Die neue Welle der Demokratisierung und der Abschaffung von Militär- und Einparteienregimen in den meisten Ländern Afrikas seit Anfang der 90er-Jahre wäre eine Gelegenheit gewesen, sich von der Fixierung auf die Idee zu lösen, man müsse sich einfach erneut auf die gescheiterten Träume von früher besinnen, um sie diesmal zu realisieren. Afrikas technokratische Präsidenten von heute, die geistig zwischen AU und G 8 pendeln und mit großspurigen „Visionen“ für 2015, 2020 oder 2030 jede offene politische Debatte in ihren Völkern knebeln, ähneln aber eher den Reformkommunisten Osteuropas nach dem Fall des Realsozialismus, die immer noch möglichst viel aus der Zeit des Scheiterns retten wollten, anstatt möglichst viel hinter sich zu lassen.“
Danke Herrn Dominic Johnson! Ihre Ratschläge interessieren uns jedoch nicht. Sie helfen insbesondere der Menschheit am besten, in dem Sie den europäischen Eliten helfen, sich von ihrem krankhaften Anti-Afrikanismus und anti-schwarzen Rassismus in der Historiographie zu kurieren (Ursprung allen Übels). Sie sollten auch vielleicht den Europäern abraten, die EU weiter aufzubauen (nach mehreren Jahrhunderten Kriegen und innereuropäischer Sklaverei (ca.700-1600)…). Wir, Wahre Pan-AFRIKANERinnen à la GARVEY und DIOP werden an diesem Traum weiter arbeiten. Die Diktaturen in Afrika, die Gehirnwäsche der Afrikaner durch Medien aller Arten sind nachweisbar europäischer (und arabischer) Produkte. Sicherlich haben afrikanische Diktaturen seit etwa drei (3) Jahrzehnten zum Teil eine eigene Dynamik (mit Wohlwollen der „zivilisierten Welt und ihrer Institutionen“) entwickelt, aber es geht hier hauptsächlich darum, die GENESE dieser „Kolonialen ‚DEMOKRATISIERUNG‘ MADE IN EUROPA für Unter-Menschen in Afrika“ ohne gewöhnliche Kompromisse kontextuell zu analysieren.
„Afrika hat eine junge, dynamische, aufstrebende Bevölkerung, die sich als Teil der Weltkultur begreift und in den kommenden Jahrzehnten dem Kontinent eine beispiellose gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt und Unkalkulierbarkeit geben wird. Die vielen verschiedenen Lebenswelten und Gesellschaften des Kontinents sind in einem ständigen Wandel begriffen, dem die Politik hoffnungslos hinterhinkt. Die Hälfte der Afrikaner ist unter 16 Jahre alt, und die meisten Angehörigen dieser Generation wissen heute nicht, womit sie in Zukunft ihren Lebensunterhalt verdienen sollen. Perspektivlosigkeit vermischt sich mit der Vorstellung, alles sei möglich. Die gesellschaftliche Mobilität ist hoch, neue Metropolen als Schmelztiegel wachsen anarchisch und schnell, beflügelt durch den Niedergang erst der traditionellen und dann der postkolonialen Machtstrukturen. Neue Kommunikationstechnologien revolutionieren den gesellschaftlichen Umgang und setzen die staatliche Politik einer nie gekannten Transparenz aus. Jugendliche in Dakar oder Kinshasa haben mit ihren Altersgenossen in Los Angeles und Paris nicht weniger gemeinsam als mit jenen in Johannesburg und Nairobi.“
Sie sind sich immer treu. Ich frage mich, ob ich da weinen oder lachen sollte ? Wird es nicht europäischerseits seit mindestens 200 Jahren derentscheidende Beitrag Afrikas zu der Bildung der westlichen Zivilisation aus rassistischen Gründen negiert ? (Bernal, 1987)
„Afrika hat eine junge, dynamische, aufstrebende Bevölkerung, die sich als Teil der Weltkultur begreift „
Danke für diese zumindest ehrliche Aussage, aber damit können Sie uns nicht für Ihre eurozentristischen Taschentricksspiele gewinnen. Wie kann man „sich als Teil einer Weltkultur“ begreifen, wenn man seine eigene Kultur-Geschichte aufgrund europäischer Geschichtsfälschung und Machteinflusses ignoriert ? Wieviele „Afrikaner“ sind in der Lage, etwas über ihre ANTIKE-Geschichte zu erzählen ? Wer war IMHOTEP, KAGEMNI, TAHARKA, PIANKY, DJOSER etc.? Weiß diese Jugend, dass THALES von MILLET, der erste „Philosoph“ dieses arroganten Europas seine erste Lektion bei ihren Vorfahren am NIL lernte. Oder sollte diese Jugend sich nur als Subalterne westlicher oder arabischer Kultur verstehen …? Ihre Prosa ist einfach kolonialer Prägung und somit für uns und diese Jugend nutzlos. Diese demagogisch-eurozentristische Afrika-Sicht täuscht dieser Jugend vor, sie würde mit der semitisch-europäisch-kulturell, wirtschaftlich und macht-politisch dominierten Welt in einem Boot sitzen. NEIN, die drängenden Fragen für diese Jugend sollten und müssen lauten:
1) Nach welchem Paradigma leben und denken wir eigentlich ?
2) Wie definieren wir unsere Beziehung zu anderen Völkern ?
3) Was ist unsere wahre Geschichte vor der Invasion der Araber und der Zwangs-Islamisierung (7Jh. n. Ch.), den europäischen Razzias, den Deportationen und der Zwangs-Chritianisierung ? Haben unsere Vorfahren eine eigene Kosmogonie? Wie war ihre GOTT-Vorstellung oder waren unsere Vorfahren tatsächlich nur „wilde Kannibalen“, wie arabisch-muslimische „Gelehrte“, Europäer und Kirchenmänner es seit Jahrhunderten propagierten ?
4) Wie erklären wir den weissen, semischen (arabischen und jüdischen) religösen und physischen Rassismus gegen uns seit dem „Alt-Testament“ ? Welche Rolle spielen die sogenannten offenbarten Religionen für unsere Dekadenz und die Verfälschung unserer Geschichte ?
5) Wie erklären wir unsere stetige Dekadenz seit dem 15. Jh. christlicher Ära jenseits eurozentristischer Folklore über Afrika ?
6) Wer sind diejenigen Despoten (samt Konnivenz), die das koloniale Modell des „Tribalismus“ nutzen, um uns gegeneinander auszuspielen ? Wie kamen sie an die Macht ? Wer unterstützt sie militärisch und finanziell ?
7) Nach welchem rehabilitierten afrikanischen Paradigma können wir unsere GEGENWART und ZUKUNFT orientieren ?
„Solche Trends sind nicht auf Afrika beschränkt. In Asien, im Nahen Osten, in Lateinamerika ist Ähnliches zu beobachten. Auf der ganzen Welt lassen sich die Menschen immer weniger nach Weltregionen sortieren und in Blöcke einteilen. Wenn man die Leute lässt, erobern sie sich Lebenshorizonte, die querliegen zu anerkannten Machtstrukturen und Wirtschaftszusammenhängen. Was für ein Gesicht Afrikas neue aufstrebende Generation ihrem Kontinent geben wird, lässt sich heute nicht voraussagen und schon gar nicht mit einer einheitlichen Aussage beantworten.“
Substanzlose semito-eurozentristische Propaganda! Die Eliten und aufgeklärte Jugend Asiens, im Nahen Osten und Lateinamerika sehen das anders. Die Chinesen, etc. haben z.B. ihre eigene Zeitrechnung, amtliche Sprachen sind u.a. keine kolonialen Sprachen. Kulturell-religiös-politisch gesehen (ausschlaggebend für eine reale unter-bewußte Wahrnehmung der Welt) haben die Asiaten ihre Religion (Buddhismus), die Araber (Islam), die Juden (Judentum), Europäer (Christentum) und die AFRIKANER ? Nach welcher Zeitrechnung orientieren sich die AFRIKANER ? Orientieren sie sich nach europäisch-christlicher Zeitrechnung? Und wer war Christus (wenn er überhaupt existiert hat) für die AFRIKANER ? Und so soll „[…]eine junge, dynamische, aufstrebende Bevölkerung, die sich als Teil der Weltkultur begreift und in den kommenden Jahrzehnten dem Kontinent eine beispiellose gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt und Unkalkulierbarkeit geben wird.“(Dominic Johnson – Hervorhebung von mir) ernst genommen werden ? Wie definieren Sie diese sogenannte Weltkultur ? Was ist der Beitrag der Afrikaner zu dieser „Weltkultur“ ?
Ihre gesamte Prosa ist wirklich nutzlos und beleidigend. Sie hat nur ein Ziel, uns zu diffamieren, wie es hier seit Jahrhunderten üblich ist. Es wirft daher die Frage auf, ob wir stets auf solche Beleidigungen reagieren sollten. Es ist jedoch nicht akzeptabel, dass die Welt auf Kosten anderer, insbesondere der Afrikaner errichtet wird.

23.10.2007

Aktualisierung: 28.03.2012

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Imoh Nkrumah, Jean-Baptiste Pente,. Membres de Bois-Caiman-1791-Club. Nos remerciements à Pofrima Selo. Berlin 03 Mai 2012. Bois-Caiman-Redaction.
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Titelbild

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DER SPIEGEL – 14.12.1960Mitten in der afrikanischen Steppe, unweit der einsamen Straße, landete ein Flugzeug. Schwerbewaffnete kongolesische Militärpolizisten sprangen heraus und stoppten eine schwarze Limousine, die nach Luluabourg rollte.So endete nach vier Tagen und 1… mehr…

AFRIKA: Gürtet eure Lenden

DER SPIEGEL – 30.04.1952(s. Titel) Mit einem Riesensatz jumpte Anfang März „Großer Befreier“, Dr. Kwame Nkrumah, 42, in die Weltpolitik. Mit ihm 4,1 Millionen Aschantis, Ewes und Fantis der britischen Kolonie „Goldküste“. Gouverneur Charles Noble Arden-Clarke verkün… mehr…

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