Palmöl und Baumwolle fürs Kaiserreich: Die verschwiegene dunkle Seite Deutschlands in Afrika – brutales Kolonialsystem mit Auswirkungen bis heute noch in Togo und Ghana!

Die deutsche Kolonie Togo 1884-1914 – Reaktionen einer Fremdherrschaft von Peter Sebald

(Karten: http://ddc.arte.tv/unsere-karten/neues-aus-ghana)

28. Juni 2013 – 16:00 | | Kultur | 0 Kommentare

Die Geschichte der deutschen Kolonie Togo ist eine Geschichte der Zufälle und der Willkür, ein Erbe, das bis heute in den Ländern Togo und Ghana, die aus ihr entstanden sind, fortwirkt. Peter Sebald, deutscher Historiker, beschäftigt sich seit den 1950er Jahren mit der deutschen Kolonialgeschichte. Von 1990 bis 2010 sichtete er Akten vor Ort und zeichnet sich durch hervorragende Ortskenntnisse aus. Sein Buch Die deutsche Kolonie Togo 1884-1914 – Reaktionen einer Fremdherrschaft, erschienen im Ch.Links Verlag gibt einen intensiven Einblick in jenen Teil der deutsch-afrikanischen Vergangenheit.

Das Kaiserreich im Kolonialrausch

Als „Kolonialrausch“ Phase bezeichnet wurde jene Zeit, als das deutsche Kaiserreich auf einmal glaubte, sich „seinen Platz an der Sonne“ sichern zu müssen. Nach der Kongo-Konferenz 1884 sandte Reichskanzler Bismarck Generalkonsul Dr. Gustav Nachtigal nach Afrika, um im Wettlauf gegen England und Frankreich ein Stück an der Westküste Afrikas für Frankreich zu sichern. Tatsächlich kannten die Europäer bisher nur die als Sklavenküste bekannte Nordwestseite, wo seit dem 16. Jahrhundert die Sklavenjäger auf Menschenjagd gingen.

Nachtigal unterzeichnete auf eigene Faust zahlreiche Schutzverträge, die zunächst nur zum Ziel hatten, den Import von Schnaps und Waffen und den Export von Palmöl und Kautschuk zu erleichtern. Nicht vielen Deutschen gefiel das Leben in im heißen Togo, wie die neue Kolonie heißen sollte, deren Grenzen man willkürlich und mit roher Gewalt zog: Nur knapp 500 fanden sich bis 1914 dort ein, vornehmlich Handelsreisende.
Unter Landeshauptmann Puttkamer brachen die deutschen Kolonialherren mit einheimischen Söldnern zu ersten Expeditionen in das noch unbekannte Hinterland der Küste auf, wo sie mit brachialer Gewalt vorgingen:

Erst muss er [der Afrikaner] gefühlt haben, dass der Weiße der Stärkere ist, sonst wird er ihm niemals gehorchen. […] Hat er aber einmal die Rute gefühlt, so braucht er sie keineswegs immer, nur muss er wissen, dass sie für ihn nötigenfalls bereitliegt […], aber ein altes, hartnäckig aufgetischtes Märchen ist es, wenn die Erschließung Togos so hingestellt wird, dass die Eingeborenen die ersten Deutschen, die zu ihnen kamen, mit offenen Armen aufgenommen hätten. Sämtliche Stämme haben erst einmal <verhauen> werden müssen, noch bis in die letzten Jahre hinein haben Exekutionen stattgefunden. Dabei haben diese oft recht hart ausfallen müssen, ehe sie wirksam wurden.

erklärte Regierungsarzt Dr. Külz damals ungerührt.

Die Schattenseiten der Musterkolonie

Für diese Expeditionen wurde eine eigene Söldnertruppe ausgebildet, die nach vollbrachter Unterwerfung die Ausübung der Zentralgewalt vor Ort übernahm. Das engmaschige Netz der Überwachung und Unterdrückung sorgte dafür, dass es in Togo nie zu Aufständen der Einheimischen wie in anderen Kolonien kam. Ein brutales System aus Zwangsarbeit und Gewalt unterdrückte die Menschen. Harte Prügelstrafen selbst für Kinder waren an der Tagesordnung, ebenso wie Kettenhaft, Sippenhaft oder Besserungssiedlungen. Durch ein Zwangsarbeitssystem wurden Straßen, Eisenbahnlinien und später Kautschukplantagen angelegt, ab 1900 auch Baumwollplantagen, die die Regierung dann aber wieder vernachlässigte. Neue Eliten in der Administration, Häuptlingspolizisten, Dolmetscher und Söldner wurden eingesetzt und so die traditionellen Strukturen vernichtet.
Togo galt weithin als „Musterkolonie“. Dieser Ruf wurzelte darin, dass alle Verwaltungsausgaben durch Einfuhrzölle und Steuereinnahmen gedeckt wurden. Einen nicht geringen Teil der Steuereinnahmen machten Strafzahlungen der Einheimischen aus. Tatsächlich gab es weder ein breites Bildungssystem für die Einheimischen noch medizinische Versorgung, wie immer wieder gern behauptet wird. Der fehlende Widerstand gegen die Kolonialmacht hatte seine Ursache wohl auch darin, dass sich die verschiedenen Ethnien an der Küste und im Hinterland lange nicht als eine Gemeinschaft betrachteten.

Peter Sebalds Buch ist ein wichtiger und gut recherchierter Beitrag zur dunklen deutschen Geschichte in Afrika und einer Schuld, die schon viel zu lange als solche nicht benannt wird. Mit vielen Daten und Fakten zu Ereignissen, Menschen und Infrastruktur gibt er einen umfassenden Einblick in die Zusammenhänge jener Kolonialjahre, ohne dabei das Gefühl für die Schicksale zu verlieren, die hinter diesen Zahlen stehen, die Menschen hinter der Geschichte, wie er selbst schreibt. Genau das macht dieses Buch so stark und so wichtig.

Die Deutschen als Teil des vereinigten Europa werden aber auf absehbare Zeit ihre Kolonialvergangenheit nicht loswerden und sich auch nicht als Partner ehemaliger Kolonialmächte vor der Auseinandersetzung mit der eigenen Kolonialgeschichte drücken können. Im Gegenteil vermerken in Afrika Regierungsangehörige und politisch interessierte Menschen aufmerksam, wie in Deutschland Regierung, Medien, Parteien und Bürger sowohl mit der eigenen Kolonialgeschichte als auch mit der ihrer europäischen

BUCHKRITIK / ARCHIV | Beitrag vom 27.05.2013

Palmöl und Baumwolle fürs Kaiserreich

Peter Sebald: „Die deutsche Kolonie Togo 1884-1914. Auswirkungen einer Fremdherrschaft“, Ch. Links Verlag

Spuren der Geschichte: Frauen aus Togo lernen in der Hauptstadt Lomé die deutsche Sprache im Goethe-Institut. (Goethe-Institut)
Spuren der Geschichte: Frauen aus Togo lernen in der Hauptstadt Lomé die deutsche Sprache im Goethe-Institut. (Goethe-Institut)

Der versierte Kolonialhistoriker Peter Sebald erzählt die Geschichte der vermeintlichen Musterkolonie Togo, wo die Deutschen eine Eisenbahn bauten und die Eingeborenen zu „Pflichtarbeit“ heranzogen.

Als die ersten Deutschen im späten 19. Jahrhundert an den breiten Stränden Westafrikas auftauchten, hatte die Region schon eine lange, leidvolle Geschichte europäischer Kolonisation hinter sich. Nun kamen die Deutschen hinzu und reklamierten den noch kolonialherrenlosen Streifen Strand zwischen den heutigen Staaten Ghana und Benin für sich. Nach und nach eroberten sie das Hinterland hinzu, und so entstand die deutsche Kolonie Togo, die noch heute weitgehend deckungsgleich mit dem Staat Togo ist.

Diese Inbesitznahme schildert Peter Sebald in seinem Buch „Die deutsche Kolonie Togo 1884-1914“. Er durchmisst dabei die 30 Jahre währende Kolonialzeit, die mit dem Protektoratsvertrag von 1884 offiziell begann und mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 abrupt endete.

Dazwischen ist viel passiert. Peter Sebald erzählt davon, wie die Deutschen erste Expeditionen ins Hinterland unternahmen, bis heute bindende Grenzziehungen quer durch alte Stammesgebiete vornahmen und wie sie ihre Verwaltung auf- und ihre Siedlungen ausbauten. Einheimische Widerständler unterwarfen sie mit Waffengewalt; gelegentlich reichte es schon, die Überlegenheit der deutschen Waffen bloß vorzuführen, wie etwa das seit 1897 gebräuchliche Maschinengewehr.

Peter Sebald schildert außerdem, wie die Deutschen befahrbare Straßen und drei Eisenbahnstrecken im Land bauten, um vor allem Palmöl, Palmkerne und Baumwolle von den Plantagen zum Hafen transportieren zu lassen, von wo aus die Güter ins Deutsche Reich verschifft wurden.

Weil die ökonomische Bilanz der Kolonie Togo eindrucksvoll ausfiel – auch im Vergleich zu den anderen deutschen Kolonien –, wurde Togo in Berlin sehr bald schon die „Musterkolonie“ genannt. Außerdem gab es aus Togo keine größeren Aufstände zu vermelden, selbst wenn die Kolonialherren natürlich auch dort kräftig prügelten und punktuell sogar mordeten. Darauf weist der versierte Kolonialhistoriker Peter Sebald ebenso hin wie auf die Tatsache, dass der wirtschaftliche Erfolg der Kolonie nicht nur grundsätzlich auf Landraub beruhte, sondern auch darauf, dass die Einheimischen Geldstrafen und Steuern entrichten und „Pflichtarbeit“ ableisten mussten.

Die Detailfülle des Buches ist seine Stärke und seine Schwäche zugleich. Sebald, der 1988 bereits ein 800-Seiten-Werk zu Togo publiziert hat, ist es offenbar schwergefallen, Informationen wegzulassen. So fehlt dem Text manchmal der rote Erzählfaden bei gleichzeitiger Überfülle an Informationen, was die Lektüre schwierig macht. Die überblicksartigen Darstellungen zu kolonialadministrativen, politischen und wirtschaftlichen Fragen hätten ausgedünnt werden können, um einige Kolonialpersönlichkeiten oder ausgewählte Quellentexte wie etwa Briefe ausführlicher vorzustellen. So hätte der Leser die Möglichkeit gehabt, weniger in die Breite, sondern mehr in die Tiefe zu blicken.

Sehr gelungen ist aber wieder einmal die reiche Ausstattung mit Karten und historischen Fotos, für die die Publikationen zur Kolonialgeschichte aus dem Christoph-Links-Verlag bekannt sind.

Besprochen von Katharina Borchardt

Peter Sebald: Die deutsche Kolonie Togo 1884-1914. Auswirkungen einer Fremdherrschaft
Christoph Links Verlag, Berlin 2013
205 Seiten, 29,90 Euro

Partner umgehen.

http://diefreiheitsliebe.de/kultur/die-deutsche-kolonie-togo-1884-1914-reaktionen-e

iner-fremdherrschaft-von-peter-sebald/

 

http://www.deutschlandradiokultur.de/palmoel-und-baumwolle-fuers-kaiserreich.950.de.html?dram:article_id=247946

Koloniale Herrschaft in Togo. Eine Episode aus dem Hinterland der deutschen Kolonie Togo[1]

Von Jürgen Nagel

Die kleine Episode aus der deutschen Kolonie Togo, die hier vorgestellt wird, stammt mitten aus dem kolonialen Alltag und ist weit weg von der Wahrnehmung der gängigen Kolonialgeschichtsschreibung angesiedelt, die nach wie vor selten unter die Ebene der Gouvernements vordringt.[2] Gerade deshalb scheint sie geeignet, die Vielschichtigkeit des Phänomens »Kolonialismus« zu veranschaulichen. Dieses lässt sich eben nicht als simple Dichotomie von »Kolonisatoren« und »Kolonisierten« oder ausschließlich als einseitiges, uneingeschränktes Unterdrückungsverhältnis erklären, mithin nicht als dual society.[3] Allein die quantitative Unverhältnismäßigkeit zwischen indigener Bevölkerung und europäischen Kolonisatoren spricht dagegen. In Togo waren gegen Ende der Kolonialzeit gerade 320 Deutsche und 560 afrikanische Polizisten stationiert, die gut eine Million Einwohnern beherrschten.[4] In manch großen Kolonien wie Britisch-Indien war das Missverhältnis noch weitaus drastischer. Unter solchen Bedingungen konnte koloniale Herrschaft nur gelingen, wenn auch einheimische Eliten über einen gewissen Zugang zu Machtressourcen verfügten und in das System eingebunden wurden. Der Machtkampf im Zuständigkeitsbereich der Bezirksstation Misahöhe, von dem in der Quelle berichtet wird, verweist auf eine gängige Vorgehensweise nicht nur der deutschen Kolonialadministration, aber auch auf deren Problematik.

Die geschilderten Ereignisse trugen sich zu, als die »Pionierphase« des deutschen Kolonialreichs in Afrika längst abgeschlossen war.[5] Die territorialen Besitzansprüche waren weitgehend konsolidiert; in Namibia und Tanganyika wurden mit den Aufständen der Nama und Herero sowie der Maji-Maji-Bewegung gerade die letzten bewaffneten Widerstände grausam niedergeschlagen. Togo selbst war weit entfernt von solchen Unruhen. Graf Zech war im Juni 1904 stellvertretender Gouverneur des weitgehend friedlichen »Schutzgebietes«, trat aber, was auch in der Quelle deutlich wird, bereits wie der offizielle Amtsinhaber auf. Der eigentliche Gouverneur weilte zu diesem Zeitpunkt in Deutschland und kehrte nicht mehr in die Kolonie zurück; Julius von Zech wurde 1905 auch formal sein Nachfolger. Der zweite Protagonist der Episode, der Naturwissenschaftler und Geograph Dr. Hans Gruner, hielt sich schon seit 1892 in Togo auf und leitete mit wenigen Unterbrechungen bis 1914 die Bezirksstation Misahöhe. Diese 1890 gegründete Station lag rund 100 Kilometer nördlich von Lome, dem Verwaltungssitz Togos, und gerade einmal acht Kilometer westlich von Palime, dem späteren Endpunkt der Eisenbahnlinie. Der von hier aus regierte Verwaltungsbezirk gleichen Namens umfasste den südlichen Teil des Togogebirges und die östlich und westlich vorgelagerten Bergketten. Hierzu gehörten die fruchtbarsten, wald- und regenreichsten Gebiete der Kolonie. Vor allem aber handelte es sich um einen bedeutenden Teil des Siedlungsgebiets der Ewe.[6]

Die Volksgruppen der Ewe prägten die deutsche Vorstellung von den »Eingeborenen« ihrer Kolonie nachhaltig. Die soziokulturelle Vielgestaltigkeit Togos erschloss sich den Kolonisatoren erst nach und nach. Die Ewe bildeten eine bäuerliche Gesellschaft, die in größeren Dörfern lebte und in patrilinearenlineage-Strukturen, also nach Verwandtschaftsgruppen, organisiert war.[7] Die jeweiligen Familienoberhäupter wurden nach dem Anciennitätsgrundsatz bestimmt: Immer das älteste männliche Mitglied der ältesten Generation übernahm die Führung, bis diese erschöpft war und bei der nächsten Generation fortgefahren wurde. An der Spitze der politischen Organisationseinheiten der Ewe, die sich in drei Ebenen gliederte (Staaten, Dorfgemeinschaften, Nachbarschaftseinheiten), standen aus den führenden lineages gewählte »Oberhäuptlinge« und »Häuptlinge« wie sie von den Deutschen bezeichnet wurden. Die Oberhäuptlinge, die den territorial definierten, vergleichsweise kleinen Ewe-Staatswesen vorstanden, wurden von einem kleinen Stab aus ihnen persönlich verbundenen Funktionsträgern und einem Rat unterstützt, der aus der königlichen lineage von deren Ältesten in Abstimmung mit den Ältesten der untergeordneten Einheiten gewählt wurde. Dieser Ältestenrat konnte den Oberhäuptling durchaus einschränken, sogar absetzen. Im Unterschied zu vielen anderen Kulturen Westafrikas regiert er nicht im Namen der Ahnen, sondern im Namen der Ältesten. Seine Aufgaben waren primär zeremonieller und ritueller Natur; er fungierte allerdings auch als oberster Richter, der sich die Rechtsprechung bei Tötungsdelikten und die Rolle als Schlichtungsinstanz vorbehielt. Im Regierungsalltag entschied der Oberhäuptling stets zusammen mit den Ältesten – eine verbreitete Vorgehensweise, die traditionellen afrikanischen Politiksystemen gelegentlich die Bezeichnung »Palaverdemokratie« eingebracht hat. Die Ältesten der führenden lineages waren es auch, welche die untergeordneten Einheiten im Rat des Oberhäuptlings vertraten. Neben die aus den privilegierten Clans gewählten Häuptlinge trat also eine Parallelstruktur der lineage-Ältesten.

Gouverneur Zech berichtet nun von einem Konflikt mit genau solchen Vertretern der Ewe. Die angespannte Situation drohte sich in einem Aufruhr zu entladen, verlief aus deutscher Sicht jedoch glimpflich. Ursache waren Streitigkeiten im Bezirk Misahöhe, wo der ehemalige Oberhäuptling Delume kurz vor seinen Tod das Amt weiterhin für seine Familien sichern wollte, indem er seinen Sohn Tshaho zum Oberhäuptling ausrief. Er stieß beim Vertreter der deutschen Kolonialverwaltung vor Ort, dem Bezirksamtmann Gruner, schon allein deshalb auf Ablehnung, weil die deutsche Seite längst mit Sodyi einen anderen Oberhäuptling eingesetzt hatte und nicht bereit war, Tshaho an dessen Stelle zu akzeptieren. Ausder erregten, aber noch gewaltlosen Auseinandersetzung zwischen den Anhängern beider Parteien erwuchs Gruners Befürchtung eines Aufruhrs, die Graf Zech veranlasste, persönlich nach dem Rechten zu sehen. Der Gouverneur stellte keine Pläne für »ernstliche Widersetzlichkeiten« fest, griff aber dennoch durch: Außer dem zu gebrechlichen Delume wurden die Wortführer seiner Partei vorübergehend interniert und Tshaho wegen Sklavenhandel in Haft genommen. Zumindest aus der Perspektive des Berichterstatters erwies sich der drohende Aufruhr letztendlich als Sturm im Wasserglas.

Einschränkend muss allerdings betont werden, dass es sich hierbei ausschließlich um die Wahrnehmung des berichtenden Gouverneurs handelt. Man kann davon ausgehen, dass ein erfahrener Bezirksamtmann wie Gruner nicht gleich beim ersten Widerspruch von Einheimischen den Gouverneur persönlich um Beistand gebeten hat. Insofern war der Konflikt – zumindest zeitweise – tatsächlich für die deutschen Interessen vor Ort bedrohlich. Mehr kann zu Gruners Einschätzung kaum gesagt werden, und ob die We-Leute nicht ganz anders berichten hätten, zumal eine Anklage wegen Sklavenhandel für den Betroffenen alles Andere als eine Marginalie war, liegt endgültig im Reich der Spekulation.

Über die Fakten des konkreten Konflikts hinaus verrät der Bericht einiges über die lokalpolitischen Verhältnisse in We zur deutschen Kolonialzeit. Die oben angesprochene Häuptlingsstruktur bestand nach wie vor; für größere Einheiten wie das Gebiet der We existierte noch immer das Amt eines Oberhäuptlings. In diesem Falle handelte es sich aber um einen von den Deutschen eingesetzten Amtsinhaber, der einen ihnen feindlich gesonnenen abgelöst hatte. Die Kolonialverwaltung achtete darauf, auch den neuen Oberhäuptling aus einer dafür in Frage kommenden Familie zu berufen. Dieser Akt bedeutete natürlich nicht, dass der ursprüngliche Amtsinhaber seine Ansprüche aufgab. Im vorliegenden Fall meldete er sie kurz vor seinem wahrscheinlichen Tod sogar noch einmal vehement an, indem er seinen Sohn als zukünftigen Oberhäuptling zu installieren suchte. Gruner lehnte es jedoch ausdrücklich ab, diesen als Oberhäuptling anzuerkennen. Die vorkoloniale, indigene Häuptlingsstruktur war im Prinzip von der Kolonialverwaltung übernommen worden, aber so weit abgeändert und instrumentalisiert, dass neue Amtsinhaber ausdrücklich von ihr anerkannt werden mussten und dass im Zweifelsfall die deutsche Seite einen ihr genehmen Kandidaten durchsetzte.

Neben der Praxis kolonialer Machtausübung in Deutsch-Togo spiegelt sich in Zechs Bericht auch die indigene Reaktion darauf. Es ist kaum verwunderlich, dass jene zu Widerspruch, auch Widerstand führte. Aber es zeigt sich, dass daraus auch Spannungen innerhalb der indigenen Bevölkerung resultierten. Die Reaktion auf Delumes Ansinnen und Gruners Zurückweisung waren keinesfalls einheitlich. Aus deutscher Sicht zahlte es sich nun aus, dass nicht rücksichtslos ein Strohmann oder eine Marionette auf den Posten gehoben worden war, sondern ein Mitglied aus einer der führenden Familien in We. Damit machte man sich die Machtrivalitäten innerhalb der We-Gesellschaft zu Nutzen. Entsprechend stand Gruner, als er sich am 3. Juni 1904 der Versammlung der We stellte, nicht einer geschlossen gegen seine Politik opponierenden Volksgruppe gegenüber; vielmehr gerieten sich zu diesem Anlass die Anhänger Delumes und Sodyis gegenseitig in die Haare.

Die Vorgehensweise der beiden entscheidenden deutschen Protagonisten in diesem Zusammenhang, Gruner und Zech, war zunächst diplomatischer Natur und endete schließlich in der Durchsetzung kolonialer deutscher Gerichtsbarkeit. Es bestätigt sich die zentrale Rolle vor allem des Bezirksamtmanns in dieser Struktur. Die eigentlich fragile deutsche Herrschaft im Bezirk – in Misahöhe waren kaum eine Handvoll Deutsche und ein bis zwei Dutzend indigene Polizisten stationiert – erscheint nicht wirklich gefährdet gewesen zu sein. Zum einen war das koloniale Drohpotential offenbar groß genug, um ernsthafte Kriegspläne seitens der Partei Delumes gar nicht erst aufkommen zu lassen. Zum anderen wirkte sich stabilisierend aus, dass der Konflikt in die We-Gesellschaft hinein verlagert werden konnte. Und schließlich ist der Ausgang der Episode ein Zeichen dafür, dass diese Art von Konflikt nicht wirklich prekär für die deutsche Kolonialherrschaft war. Diesen Eindruck hinterlassen auch andere deutsche Zeugnisse aus der Zeit. Hier sei nur kurz auf ein einziges Beispiel verwiesen. 1907 berichtete der Assessor Rudolf Asmis, der im Auftrag von Gouverneur Zech die Kolonie Togo bereiste, um Material über die Rechtsverhältnisse vor Ort zu sammeln, Folgendes nach Lome:

»Die Eingeborenen hatten sich anscheinend schon durchweg an das neue Recht gewöhnt. Das Vertrauen, das die Eingeborenen den Bezirksleitern offensichtlich entgegenbrachten, die ständige Zunahme der vor die Stationen gebrachten Streitfälle und die wenigen zunächst verheimlichten Straftaten beweisen das zur Genüge. Streng wurde von den von mir befragten Farbigen stets der frühere und der jetzige Zustand geschieden. Häufig hörte ich auch die Aeusserung, dass die jetzigen Rechtszustände besser als die früheren wären, die jetzige Sicherheit und Gerechtigkeit wurde gegenüber der früheren Willkür voll gewürdigt, ja, häufig wurden schon verschiedene der alten Sitten und Gebräuche als veraltet belächelt.«[8]

Die deutsche Kolonialverwaltung erscheint auch hier als etabliert und durchaus nicht grundlegend angefeindet. Natürlich ist zu berücksichtigen, dass die Sicht von Asmis gelegentlich etwas überschwänglich gerät. Zudem hat er sicherlich von den Befragten nicht immer alles erfahren oder nur das erzählt bekommen, was er hören wollte. Aber man kann aufgrund der Art der Quelle, eines internen Berichts an den Gouverneur, davon ausgehen, dass Asmis Probleme, die bei der Durchsetzung kolonialer Rechtszustände und Gerichtsbarkeit aufgetreten waren, auch angesprochen hätte – was er zu anderen Gelegenheiten auch getan hat. Insgesamt zeigt sich, dass der indigene Umgang mit deutscher Vorherrschaft und Verwaltung respektive mit deutschem Recht nicht durchgehend ablehnend, sondern weitaus differenzierter war.

Den Hintergrund hierfür bildete die Tatsache, dass in der deutschen Kolonie Togo ein koloniales Häuptlingssystem entwickelt worden war,[9] das auf dem Gedanken indirekter Herrschaftsausübung (indirect rule) basierte. Die Position der Häuptlinge blieb erhalten, vordergründig auch der Prozess ihrer Rekrutierung. Da ein neuer Amtsinhaber immer vom Bezirksamtmann bestätigt werden musste, was einen sicherlich häufig als demütigend empfundenen Antrittsbesuch in der Bezirksstation einschloss, erlaubte je nach Charakter des Bezirksamtmanns oder der augenblicklichen kolonialen Interessen ein gerütteltes Maß an Willkür seitens der Kolonialverwaltung. Schwerer als eventuelle Demütigungen wog die Delegitimierung der Häuptlinge, die sie in ihrer eigenen Gesellschaft durch das Eingreifen der Kolonialmacht erfuhren. Indem man sich interne Streitigkeiten zunutze machte, um genehme Herrscher zu installieren, trugen die Deutschen zur Destabilisierung der Strukturen bei, auf denen sie eigentlich aufbauen wollte. Etwas kommt noch hinzu: Aus dem mangelnden Verständnis indigener Gesellschafts- und Herrschaftsstrukturen wurde nicht nur die Parallelstruktur (lineage-Älteste) weitgehend ignoriert, sondern dieses System überall durchgesetzt, auch dort, wo es nie existiert hatte, nämlich bei einigen akephalen Gruppen in Togo. Wie in vielen anderen Kolonien wurden auf diese Weise »Könige« oder »Häuptlinge« von den Europäern regelrecht erfunden, um von indigener Seite nicht selten perpetuiert zu werden – ein Prozess, der als invention of tradition Eingang in die Forschung gefunden hat.[10]

Die deutschen Kolonialherren bewegten sich mit ihrer Vorgehensweise durchaus im kolonialen »Mainstream« des frühen 20. Jahrhunderts, der von Formen der indirekten Herrschaft in verschiedenen Abstufungen geprägt war. Auf dem indischen Subkontinent stellte die indirect rulelängst den britischen Herrschaftsalltag dar. Frederick D. Lugard, der als Hochkommissar des Protektorats Nordnigeria (1900-1906) und als erster Gouverneur der vereinigten Kolonie Nigeria (1914-1919) in führender Position in Westafrika tätig war, erhob schließlich in seinem Buch The Dual Mandate in British Tropical Africa (1922) die Einbeziehung indigener Eliten generell zum zentralen Konzept kolonialer Herrschaft.[11] Damit wurde die Konsequenz aus der Erfahrung gezogen, dass »imperiale Autorität überall dort erfolgreich etabliert werden konnte, wo sie in der Lage war, auf den eigenen Legitimitätsvorstellungen des Kolonialvolkes aufzubauen«,[12] wie Jahrzehnte später der britische Imperialismusforscher Donald A. Low formulierte. Ohne Despotismus war koloniale Herrschaft weder zu etablieren noch aufrechtzuerhalten – aber eben auch nicht ohne Intermediarität.[13] Der Bericht aus Misahöhe illustriert die intermediäre Seite dieser Herrschaftsform, die zum Verständnis des Kolonialismus ebenso notwendig ist wie der hier nur am Horizont drohende Despotismus.

Koloniale Systeme konnten sich also nie allein aus den Machtressourcen der Zentrale speisen.[14]»Kollaboration« einschließlich des Bemühens, das Interesse wichtiger indigener Gruppen am Fortbestehen des kolonialen Systems aufrechtzuerhalten, war einer der wesentlichen Faktoren, die koloniale Machtausübung erst ermöglichten – neben der Androhung und Anwendung von Gewalt, der Übernahme traditioneller Herrscherrollen und ihrer Symbolik, der systematischen Sammlung von Informationen über die kolonisierten Gesellschaften sowie der Strategie des divide et impera. In traditionell hierarchischen Gesellschaften begnügten sich die Kolonialmächte zumeist damit, nur die Spitzen des bestehenden Regimes zu beseitigen und zumindest Teile seiner Eliten durch Privilegien zu stabilisieren. Stießen die Kolonisatoren auf erheblichen Widerstand, entfiel die Grundlage für die Kollaboration mit den traditionellen Eliten, die in der Regel vollständig entmachtet wurden. Während einer Phase direkter Herrschaft musste ein Kollaborationsverhältnis mit neuen gesellschaftlichen Kräften aufgebaut werden. Zwar eliminierten die Deutschen in ihrer Kolonie Togo nur äußerst selten die traditionellen Eliten in größerem Umfang, machten sich aber interne Rivalitäten zunutze, um die für sie günstigste Machtstruktur zu fördern. Genau darin bestand die Strategie von Graf Zech und Dr. Gruner im Sommer 1904.

Die Grundkonstellation, die sich dahinter verbirgt, hat bereits 1972 der norwegische Friedensforscher Johan Galtung in seiner strukturellen Theorie des Imperialismus beschrieben.[15] Er betont die Spannungen innerhalb der Peripherie, also der kolonisierten Gesellschaft, die in sich selbst Zentren und Peripherien aufweist. Imperialismus kann nach Galtung nur funktionieren, wenn die Interessen des kolonialen und des peripheren Zentrums näher beieinanderliegen als die Interessen innerhalb der Peripherie selbst. Interessenkonflikte in der Peripherie (der Kolonie) waren die entscheidende Grundlage für die Herrschaft des Zentrums (der Kolonialmacht). Was sich sehr abstrakt und auf globaler Ebene angesiedelt anhört, zeigt sich im vorliegenden Fall auch in der kleinsten Einheit kolonialer Machtausübung. Wenn man die von Galtung postulierte Situation für den kolonialen Alltag beobachten kann, wie es für Misahöhe im Jahr 1904 offensichtlich der Fall ist, dann ist man der eigentlichen Erklärung dafür auf der Spur, wie das äußerst geringe koloniale Personal große afrikanische Bevölkerungsgruppen dominieren konnte – schließlich war in Misahöhe Hans Gruner fast auf sich allein gestellt. Die sich hierbei offenbarenden Interessengegensätze auf verschiedenen Ebenen haben auch die renommierten Kolonialhistoriker Ann Laura Stoler und Frederick Cooper im Blick, wenn sie neuerdings ein »gesamtheitliches« Verständnis von Kolonialismus einfordern.[16] Sie betonen die unscharfe Zuordnung der einzelnen Akteure, wie sie auch in Misahöhe zum Ausdruck kommen. Die Ewe-Eliten im »Oberhäuptlingstum« We waren ebenso wenig uneingeschränkte Machthaber wie hilflose Opfer. Ihr eigener Aktionshorizont war multipolar, er bezog interne Rivalen im tradierten System genauso ein wie die koloniale Repräsentanz im neuen System. Letztendlich waren sie Opfer und Profiteure kolonialer Herrschaft zugleich – auf jeden Fall aber waren sie Akteure.

Nur ein angemessenes Verständnis der jeweiligen Binnenstruktur von Zentrum und Peripherie führt letztendlich zum Verständnis der Funktionsweise des Kolonialismus insgesamt. Die hier vorgestellte Quelle kann dies insbesondere für die Seite der Peripherie deutlich machen. Für den konkreten Fall wäre den Machtstrukturen, Interessenlagen und Konflikten innerhalb der Ewe-Gemeinschaft von We weiter nachzugehen. Auf Seiten der Kolonisatoren als Vertreter des Zentrums wäre ebenfalls eine Binnendifferenzierung wichtig, die hier jedoch nicht hinreichend zutage tritt. Da der Quellentext das Einschreiten der nächsthöheren Ebene in den Mittelpunkt stellt, wirkt der Bezirksamtmann passiver, als es in der Realität der Fall war. Immerhin war es Gruner, der nicht nur in We erfolgreich den Versuch unternommen hatte, durch Ausnutzung der Ewe-Strukturen die eigene Macht im Bezirk zu stabilisieren. Damit war auch er maßgeblich daran beteilig, Konflikte wie den vorgestellten hervorzurufen. Insofern liefert die kleine Episode aus dem politischen Alltag der deutschen Kolonie Togo zwar keine wirklich neuen Erkenntnisse, veranschaulicht aber den lokalen Kontext kolonialer Machtausübung und verrät vielleicht mehr über die Aufrechterhaltung kolonialer Herrschaft, als dies eine Aufrechnung von militärischen Truppenstärken oder ökonomischen Ausbeutungsparametern erlaubt.


[1] Essay zur Quelle: Koloniale Herrschaft in Togo. Ein Bericht aus den Verwaltungsakten der deutschen Kolonie Togo (24. Juni 1904).

[2] Erfreulicherweise liegen gerade für Togo mittlerweile zwei wichtige Untersuchungen vor, die der Rolle der »subalternen« Kolonialbeamten vor Ort gerecht wird: Trotha, Trutz von, Koloniale Herrschaft. Zur soziologischen Theorie der Staatsentstehung am Beispiel des »Schutzgebietes Togo«, Tübingen 1994; Zurstrassen, Bettina, Ein Stück deutscher Erde schaffen. Koloniale Beamte in Togo 1884-1914, Frankfurt/Main 2008.

[3] Ein solches einflussreiches, aber mittlerweile überholtes Verständnis von Kolonialgesellschaften postulierte der britische Kolonialbeamte und Sozialwissenschaftler Furnivall, John S., Colonial Policy and Practice. A Comparative Study of Burma and Netherlands India, Cambridge 1948.

[4] Für die Faktengrundlage der deutschen Kolonialgeschichte in Togo nach wie vor grundlegend: Sebald, Peter, Togo 1884-1914. Eine Geschichte der deutschen »Musterkolonie« auf der Grundlage amtlicher Quellen (Studien über Asien, Afrika und Lateinamerika, 29), Berlin 1988.

[5] Grundlegend zur Geschichte des deutschen Kolonialismus siehe Gründer, Horst, Geschichte der deutschen Kolonien, 5., mit neuer Einleitung und aktualisierter Bibliografie versehene Auflage, Paderborn 2004; Conrad, Sebastian, Deutsche Kolonialgeschichte, München 2008; Speitkamp, Winfried, Deutsche Kolonialgeschichte, Stuttgart 2006.

[6] Von Graf Zech stammen auch die Lemmata zu den Ewe und zu Misahöhe im wichtigsten Nachschlagewerk des deutschen Kolonialismus, siehe Schnee, Heinrich (Hg.), Deutsches Koloniallexikon, Leipzig 1920, Bd. 1, S. 594, sowie Bd. 2, S. 563/564.

[7] Die folgende kurze Skizze folgt den ethnologischen Hintergründen, wie sie in Trotha, Koloniale Herrschaft, dargelegt werden.

[8] BArchB, R 1001, Nr. 5006, Bericht von Rudolf Asmis, Lome 17.5.1907, Bl. 5-8, hier Bl. 5v.

[9] Trotha, Koloniale Herrschaft, S. 219-334.

[10] Ranger, Terence, The Invention of Tradition in Colonial Africa, in: Hobsbawm, Eric J.; Ranger, Terence (Hgg.), The Invention of Tradition, Cambridge 1983, S. 211-262.

[11] Lugard, Frederick D., The Dual Mandate in Tropical British Africa, Edinburgh 1922.

[12] Low, Donald, Der zum Sprung ansetzende Löwe, in: Albertini, Rudolf von (Hg.), Moderne Kolonialgeschichte (Neue Wissenschaftliche Bibliothek, 39), Köln 1970, S. 85-102, Zitat S. 93.

[13] Trotha, Trutz von, Was war Kolonialismus? Einige zusammenfassende Befunde zur Soziologie und Geschichte des Kolonialismus und der Kolonialherrschaft, in: Saeculum 55 (2004), S. 49-95, Zitat S. 53, zur kolonialen Herrschaft S. 60-71.

[14] Für das Folgende: Osterhammel, Jürgen, Kolonialismus. Geschichte – Formen – Folgen, München 1995, S. 71-75.

[15] Galtung, Johann, Eine strukturelle Theorie des Imperialismus, in: Senghaas, Dieter (Hg.), Imperialismus und strukturelle Gewalt. Analysen über abhängige Reproduktion, Frankfurt/Main 1972, S. 29-104.

[16] Stoler, Ann Laura; Cooper, Frederick, Zwischen Metropole und Kolonie. Ein Forschungsprogramm neu entdecken, in: Kraft, Claudia; Lüdtke, Alf; Martschukat, Jürgen(Hgg.), Kolonialgeschichten. Regionale Perspektiven auf ein globales Phänomen, Frankfurt/Main 2010, S. 26-66.



Literaturhinweise

  • Cooper, Frederick, Colonialism in Question. Theory, Knowledge, History, Berkeley 2005.
  • Osterhammel, Jürgen, Kolonialismus. Geschichte – Formen – Folgen, München 1995.
  • Sebald, Peter, Togo 1884-1914. Eine Geschichte der deutschen »Musterkolonie« auf der Grundlage amtlicher Quellen (Studien über Asien, Afrika und Lateinamerika, 29), Berlin 1988.
  • Trotha, Trutz von, Koloniale Herrschaft. Zur soziologischen Theorie der Staatsentstehung am Beispiel des »Schutzgebietes Togo«, Tübingen 1994.
  • Zurstrassen, Bettina, Ein Stück deutscher Erde schaffen. Koloniale Beamte in Togo 1884-1914, Frankfurt/Main 2008.


Zitationsempfehlung:

Nagel, Jürgen: Koloniale Herrschaft in Togo. Eine Episode aus dem Hinterland der deutschen Kolonie Togo. In: Themenportal Europäische Geschichte (2011),  URL: http://www.europa.clio-online.de/2011/Article=521.Bitte geben Sie beim Zitieren eines Beitrags neben der Url auch immer das Datum Ihres Besuchs der Seite in Klammern an!

http://www.europa.clio-online.de/site/lang__de/ItemID__521/mid__12201/40208770/Default.aspx

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Autor: demokratischeimpulsefuerghana

Wir gehen der Fragestellung nach, wie die Menschen zu ihrem Recht kommen, die vollen Menschenrechte, Frieden und Gerechtigkeit zu erhalten. Das haben die Staaten 1948 mit dem Beschluss der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte versprochen. Die Ghanaer haben Anspruch darauf gegenüber ihrem Staat und der Staatengemeinschaft. Und sie haben auch die Pflicht, Staaten und eine Staatengemeinschaft mit aufzubauen, die jeder und jedem weltweit diese Rechte sichern.

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